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Israelitisches Predigt-Magazin · 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
9 (1892)
Issue
1892
Date
1892-01-01
Page
Seite 13 (sequence 137)
Language
German
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daß das Eine nicht höher steht, als das Andere, daß die geistige Erkenntnis nicht schwerer wiegt, als der irdische Genuß; behüte! ״ כי גבהו שמים מארץSo hoch der Himmel über der Erde", so hoch steht die geistige Erkenntnis der Tugend und Wahrheit über dem irdischen Streben und sinnlichen G^nuß! Ans diesen Unterschied weist uns der zweite Tag hin, indem er sagt: ״?ln mir wurde zwischen den höheren und den niedrigen Strömungen, בין מים עליונים?מים הההוגים, unterschieden", und dir, c Mensch, ist damit angedeutet, daß Du dem Höheren und Geistigen den Vorzug vor dem Niederen, Irdischen, cinräumen sollst. Wenn das Obere zu unterst gekehrt, wenn Edles und Gemeines miteinander vertauscht wird, dann allerdings wäre Israels Ende und Untergang nahe. Darum hat ja der Herr auch Israel ausgeschieden aus den heidnischen Völkern, hat ihm die Grundgesetze der wahren Religion, der höchster! Sittlichkeit verkündet, damit es seinen Berus erfasse, zu sein ״ein Priesterreich, ein heiliges Volk", den Priestern gleich ״zu scheiden zwischen Reinem und Unreinem, zwischen Edlem und Gemeinem": (3. B. M. 10,10 ) ״sich zu heilige n" d. h. sich fern zu halten von allem Unsittlichen. ״Tenn der Herr Dein Gott wandelt in Deiner Mitte, darum soll Dein Lager heilig sein und es soll an Dir nichts Unschönes gesunden werden." (ö. B. M. 23,10.) II. Hören wir nun die Lehren der folgenden Tage! Der dritte Tag sagte: ״?ln mir hat Gott die Pflanzen, Bäume, Früchte, mit einem Worte?tlles, was zum Leben der Menschen nothwendig ist, geschaffen, könnte der Mensch auch nur einen?tugenblick existiren, wenn Gott ihm nicht das tägliche Brod wachsen ließe! ״Er giebt Brod allein Fleisch, denn ewig währt seine Gnade" (Psalm 136).?ins diesem?lkt der göttlichen Wohlthütigkeit und Barmherzigkeit, sollen aber auch wir lernen, wohlthätig und barmherzig gegen unsere armen Nebenmenschen

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