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Israelitisches Predigt-Magazin · 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
9 (1892)
Issue
1892
Date
1892-01-01
Page
Seite 4 (sequence 64)
Language
German
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Nur dem empfindenden Sinn des Menschen ist der Frühling schön: im großen Haushalt der Natur wechseln Welken und Blähen, Herbst lind Frühling; sie weiß davon so wenig wie die Maschine, zu der materialistisches Denken freilich so gern auch den Menschen erniedrigen möchte; uns aber ist derFrüyliug der liebliche Bote: nur sindentzückt, wenn die starre Decke von dem Strome genommen wird und die sessellose Fluth zum Meere hineilt, nach dem sie sich zu sehnen scheint, wenn der Zieim den harter! Boden sprengt und zur Sonne emporstrebt, deren Strahl ihn so lange vergebens suchte, wenn die Herden wieder hinausziehen aus die gränenden Driften und frei sich regen ans!veitein Gefilde. Der Frühling, den wir erleben, durch den wir ansleben, er ist uns nur verständlich im Bilde der Freiheit. Wir sehen die Natur unter dem Gleichuiß eines Riesen, der so lange Fesseln getragen hatte und fast erstarrt war unter ihrem Drucke: aber plötzlich regt er seine Glieder, mit!nächtigem, tosendem Andrang bricht er das Erz und schafsensfreudig erhebt er sich zu fördernder Dhat. Nicht der Frühling als Naturvorgang, sondern der Frühling, den unsere ■Seele bildet und empfindet, ist der Freiheit innig verwandt. Darum betont es die Schrift, wenn sie vom Auszug der Juden aus Aegypten redet: ״Heute ziehet Ihr hinaus im Frühlingsmonde", wo die Stimme der Natur sich vereint mit der Gottesstimme, die aus dem Walten der Geschichte spricht, umunsdieSeligkeit derFreiheit voll empfinden zu lassen. Der Mensch entlehnt der Natur die Bilder, um die Bewegungen seiner Seele sich anschaulich zu machen, und mit dem Odem seines Gemüthes durchweht er die Natur, um sie zu beleben und zu beseelen: der Frühling ist die Berkörperung der Freiheit und die Freiheit ist die B e r g e i st i g u n g des F r ü h l i n g s. Mit den! Worte spielend aber im Gedanken tief sagen die Alten, einen Vers des Hohen Liedes deutend, □מבוני באשישוח, בשתי אשות ״ באש של מטה ובאש של מעלהSie haben!!!ich gestärkt mit dem d in unterer ׳ Da* aii‘-' t* Dieic? lffiä'׳ Xduim ungemein L in dem D sodann von vhräne ־!.,er gan; von it spendet als in die ßonn derjrühlim Mnnnjjen einem!muh! דאי באה bar aus dem der,orte 8e croiejen und witfr ,Me erzogen,!u den .dölxn ®״be: Jure welche die » wer feig der chr erreich!: stürmen nie Ärufte, die ^>chen, men! jif zerreiß, stürnn, es sj! Äuch uu die freudige auch die %׳ die ui ®״ta;uruek-

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