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Israelitisches Predigt-Magazin · 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 42

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
9 (1892)
Issue
1892
Date
1892-01-01
Page
Seite 42 (sequence 54)
Language
German
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das Volk den Sohn des edlen Königs David, der bis ans den heutigen Tag in Israel als das Ideal eines Fürsten gilt, daß der Messias ein Sproß vom Stamme David, ein Erbe seines Geistes genannt wird. Und wie trefflich geeignet erschien er, diese Vorzüge zu nutzen im Dienste seines Volkes. Als der Herr ihm im Traum erschien und den Glücklichen fragte, was er begehre, da war die Antwort: ..gieb Deinem Knechte ein kundig Herz, Dein Volk zn richten, zu scheiden zwischen dem Guten und Bösen." Die Weisen beleuchten diese Antwort mit einem lieblichen Gleichnis;: Ein König, sagen sie, hatte einen Freund, der ihm vor Andern lieb war, und ries ihn in sein Halls und zeigte ihn; alle Schatze nnb Kleinodien, daß das Auge säst geblendet wurde von dem Glanz und dem Golde. Den König aber begleitete bei dieser Umschau seine eiilzige Tochter, die Erbin all dieses Neichthums. Und der König, hingerissen von seiner Steigung, sagte zum Freunde: Wähle Dir das schönste Kleinod aus diesem Hause, ich gebe es Dir gern hin als Denkmal der Liebe. Da erwog der Andere: Hier ist Alles schöil und begehrenswerth: was dieser Palast birgt, wer iliöchte es nicht fein eigell nennen? Wohlan denn, ich will um des Königs Tochter bitten; mit ihr empfange ich diese ganze blendende Herlichkeit; - so bat Salonlo um die Weisheit, die hehre Himmelstochter, und da sie ihm gewährt ward, hatte er Reichthnm lllld Ehre und Macht, und was Gott an Gütern dem Sterblichen verleihen konnte, das besaß der kluge .König. — Wurde er darum glücklich? Das Buch Kvhelet giebt daraus eine Antwort, wie sie härter noch nicht ausgesprochen lvorden ist. Wir schauen in einen Abgruild von unendlicher Tiefe, da wirst der alte Salomo seine Weisheit, sein Glüch seine Liebe hinein, aber die unersättliche Tiefe verschlingt Alles, nnb die Dcde bleibt nnb die markerschütternde Klage des wankenden greisen Königs: Eitel ist Alles, eitel über die Maßen! Entsetzt sehen wir diesen Untergang des Glückes; aber unser besseres Gesicht warnt uns davor, das llrtheil des Fürstell für allgemein

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