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Israelitisches Predigt-Magazin · 1890-01-01 · 1890 · p. Seite 135

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
8 (1890)
Issue
1890
Date
1890-01-01
Page
Seite 135 (sequence 141)
Language
German
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135 im Glanze ihrer Wahrheit werde ein Leitstern für unser geistiges und sittliches Streben. Gott sei mit uns bei dieser unserer festlichen Betrachtung. Amen. I. ״ התורה משמרת בעליהDie Thora beschützt ihren Eigenthümer". Lasset uns, m. And., zurückschauen in die Tage der Vorzeit, um zu erkennen, in welcher Weise die Geschichte Israels Zeugniß ablegt für die Wahrheit dieser Erkenntniß. Wer unter uns hätte nicht irgend welche Kunde erlangt von der glanzvollen Regierung des Königs Salomo, von dem unvergleichlichen äußeren Wohlstand, dessen sich Israel zu erfreuen hatte in den Tagen seiner Herrschaft. Eine seltene, ja fast unermeßliche Fülle von Pracht und Reichthum herrschte wie uns die heilige Schrift erzählt an dem Hose dieses Königs, der durch seine Weisheit, durch die Fülle seiner geistigen Erkenntniß staunende Bewunderung hervorgerufen, nicht nur bei den Söhnen seines Volkes, sondern auch bei der: benachbarten Völkerstämmen, so daß sie von allen Richtungen der Erde in Hellen Schaaren herbeiströmten ״ לשמע חכמת שלמהum zu hören die Weisheit Satomos", und mit den kostbarsten und auserlesensten Geschenken sich nahten seinem fürstlichen Throne. Es mehrte sich des Go ldes Fülle und der beweglichen Besitzthümer Zahl zu unerhörten Mengen. ״Alle Trinkgefäße des Königs Salomo, erzählt die Schrift, waren von Gold und alle Geräthc im Waldschlosfe am Libanon waren von gediegenem Gold, da war kein Silber zu sehen, לא נחשב בימי שלמה למאומה ״es hatte keinen Werth mehr in den Tagen des Salomo". Auch durch Handel und Schifffahrt kam eine solche schier unermeßliche Menge irdischen Gutes nach Jerusalem, der Hauptstadt, daß die werthvollsten Gegenstände oft jeglichen Reiz des Besitzes verloren. ״Es machte der König — so erzählt die Schrift des Weiteren — das Silber in Jerusalem den Steinen gleich und die Cedern gleich den wilden Feigenbäumen, die im Thale wuchsen in Menge". Hätte man nun bei dieser

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