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Israelitisches Predigt-Magazin · 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 178

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
5 (1879)
Issue
1 (1879)
Date
1879-01-01
Page
Seite 178 (sequence 191)
Language
German
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178 Doch mag auch die Hütte einen nur zeitweiligen Aufenthalt uns bieten — bei alledem כל שבעת הימים אדם עושה סוכתו קבע וביתו עראי, soll der Mensch die sieben Tage hindurch sie zu einem festen Wohnsitze umschaffen und gestalten. Er soll nicht gleichen Jemandem, der auf kurze Zeit in die geräuschvolle, glänzende Residenz gekommen ist und nun mit wilder Hast von Genuß zu Genuß eilt, damit ihm nur ja nichts von den vielen Herrlichkeiten und Sehenswürdigkeiten entgehe. Und wie v׳ele giebt es, welche grade, weil das Leben so kurz währt, glauben allen Eifer entfalten zu müssen, damit sie nur nicht abberufen werden, bevor sie die Erdenfreuden durchkostet! Wie viele vertreten namentlich in unseren Tage jenen verderblichen Standpunkt, den der Prophet so treffend zeichnet: ״Siehe da, nur Freude und Wonne, Rinder schlachten und Schafe tobten, nur essen und trinken, da wir doch schon morgen gestorben sein könnten." Nein, die kurze Zeit, die uns zugewiesen, fordert uns nicht auf zu doppeltem Genuß, sondern zu doppelter Arbeit. Nicht deshalb haben wir die Reise in die Welt angetreten, um uns durch Vergnügungen zu zerstreuen, sondern um die ernstesten und wichtigsten Geschäfte zu vollführen. Wie müssen wir da nicht zittern, daß der Tag verstreiche, bevor die Arbeit beendet, die höheren Pflichten erfüllt sind. Darum mag es auch wahr sein, daß der Mensch als Fremder weilt in der großen Herberge der Erde, gleichwohl עושה סוכתו קבע, gleichwohl soll er kein ungeordnetes und ungeregeltes Leben führen, sondern seinem Zelte eine feste und wohlgeordnete Einrichtung geben, שאס יש לו כלים נאים ומצעות נאות ״ מעלן בסוכהwas er besitzet an schönem Geräth und schönen Teppichen, in dasselbe hineinbringen," was ihm der Herr verliehen an schönen Mitteln und Gaben, sie zu dessen Verschönerung und Ausbau verwerthen. Denn unbrauchbar ist nicht bloß eine Succah von übermäßiger Höhe, sondern auch eine solche, ״ ,שאינה נכוה עשרה מבתיםdie weniger, als zehn Handbreiten hoch." Du sollst dein Haus nicht in den Himmel hineinbauen, aber du sollst es auch nicht in den Erdengrund

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