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Israelitisches Predigt-Magazin · 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 167

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
5 (1879)
Issue
1 (1879)
Date
1879-01-01
Page
Seite 167 (sequence 180)
Language
German
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167 Hauses beschäftigen, ihnen Thränen entlocken und ihr Gemüth ermatten. Und sodann sah Hesekiel gar fünfundzwanzig Männer, allerdings eine nicht gar zu große Schaar, sie standen am Tempel und wandten diesem den Rücken und bückten sich zur Sonne, sie waren im Heiligthum und konnten sich nicht aufschwingen zu dem Unsichtbaren und Unendlichen, und sahen nur das Diesseits, und der Sonnenball, der diese Welt erleuchtet, war ihnen das Höchste, sie standen am Altar, und wandten sich von dem Licht des Himmels zum Licht der Erde, von der Sonne der Liebe zur Sonne des Glanzes. Das sah Hesekiel, und mir scheint, wenn er heut durch Israels Gotteshäuser geführt würde, er würde an manchen Orten mehr als fünfundzwanzig so geartete Menschen treffen. Auf dieses Kapitel nun bezieht sich der Spruch, den das Volk zur Festeszeit am Schluß der Wallfahrt durch die Tempelhallen anstimmte. Hesekiel durchwanderte den Tempel, und die Priester durchzogen ihn am Feste, die Fackel in der Hand. Was sah Hesekiel? Aengstliche, Bangende, Trauernde. Aber die Priester am Feste, sie treffen nur Freude und Jubel und Jauchzen. Woher dieser Unterschied? Darauf gaben die Wallenden zur Antwort: Unsere Väter die an diesem Orte waren, kannten den Gott des Zornes, wir kennen den Gott der Liebe, ihr Herz war getheilt zwischen Glauben und Aberglauben, wir glauben an den Einzig Einen, den Gott Israels, jene klagten Lhöricht über entschwundene Jugend, über verlorenes Glück, unter uns freuen sich auch die Alten, die Männer der That, der Gegenwart und weihen sie durch Werke der Liebe, jene dachten auch im Heiligthum an irdische Sonnen, an irdischen Glanz und haben sich von Gott weggewendet, wir gehören dem Gott der Liebe und unsere Augen sind nur auf ihn gerichtet; eines doppelten Erntesegens freuten sie sich am Feste, des Segens, der in der Scheuer lag, des Ertrags ihrer Arbeit, und des Segens, der im Gemüthe lag, des Ertrages der Einkehr am Neujahrs- und am Versöhnungstage. So feierte das alte Israel das Fest der Hütten im in-

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