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Israelitisches Predigt-Magazin · 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 156

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
5 (1879)
Issue
1 (1879)
Date
1879-01-01
Page
Seite 156 (sequence 169)
Language
German
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156 Hut, durch die guten Werke, welche als so viele gute Engel wor seine Seele treten und sagen, daß sie ihn begleiten wollen -׳vor den Thron Gottes. In diesem heiligen Raum, wo wir so oft daran gemahnt werden, wie viel Liebe wir unwiderdringlich versäumt haben, sollte die Mahnung um so fruchte barer sein, daß wir nicht säumig sind in der Liebe, die wir noch wirken können. Die Seligen aber, die von uns gegangen sind, was könnte sie mehr erfreuen, als daß dieser Gedanke an sie uns getröstet, erhoben und zu guten Werken begeistert hat. So möge denn die Erinnerung an die Todten gesegnet sein an den Hinterbliebenen, daß diese die Spanne Zeit, die ihnen gemessen ist, nutzen für die Ewigkeit, daß sie selbst im größten Leid nur eine Prüfung erkennen, die uns erhebt indem sie uns beugt und die unser Ohr und unser Herz öffnet der göttlichen Mahnung nach dem Worte Elihu's: ״ :יחלץ עני בעניו וינל בלחץ אעםEr rettet durch das Elend dm Elenden und öffnet ihm durch den Drang das Ohr." Amen! XX. Predigt zu Neitah. M. A.! Wenn ein wackerer Kriegsmann auch auf den Äußern Schmuck seiner Waffen Acht giebt, wenn er diese Werkzeuge seines Lebensberufes mit allerlei Zierat versieht, wir werden das nur ganz natürlich und angemessen finden. Von jeher hatten hervorragende Krieger die Gewohnheit bei festlichen Anlässen ein Schwert zu tragen, dessen Griff mit Gold und Edelsteinen besetzt war. Aber freilich all dieser Putz kann sich nur auf den Knauf erstrecken, die Klinge selbst muß einfach bleiben und kann sich nur durch ihre Schärfe -empfehlen. Ja nicht selten verschmäht der Krieger im ernsten Kampfe den geschmückten Degen, denn was frommt die Zierat des Knaufes, wo nur die Schärfe der Schneide entscheidet.

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