Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 5 (1879)
- Issue
- 1 (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- Seite 96 (sequence 109)
- Language
- German
- Belongs to
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96 der Gemüther heraufbeschwören. Wenn Ihr heute Abend im trauten Familiencirkel beim פדר dem Propheten Elia wieder den Becher reichet und die Pforte öffnet, so sei Euch dies Sinnbild und Mahnung, den unerschütterlichen Glaubenseifer und die Festigung des Familienzusammenhanges und Familienfriedens, als deren Träger der Prophet Elias gilt. Euch hinfort aufs Ernsteste angelegen sein zu lassen: so sei Euch dies ein tröstliches Vorzeichen, daß, wenn das Familienheiligthum aus den Fugen zu gehen droht, der Feuergeist eines Elias es wieder einrenken wird, daß, wenn die aufreibenden Conflikte, wenn die schmerzlichen Seelenkämpie in den Familien Israels sich mehren sollten, auch eifrige und gotterfüllte Jünger des Friedensboten Elias sich einstellen werden, die den Riß, der durch die Familen geht, zu heilen verstehen und wie Elias '1והשיב לב אב1ת על בנים 1פ (Maleachi 3,24) ״das Herz der Väter zu den Kindern und das Herz der Kinder zu den Eltern zurückwenden werden." Amen. XI. Die Wacht Israels. H»redigt am Aessachfeste von Rabbiner Dr. A. Lewin in Coblenz. A. V.! Wohl mit Recht nennt sich unsere Religion eine Religion der That! Nicht Meinungen und Anschauungen einen hauptsächlich ihre Bekenner — Gleichheit im Thun und gemeinsames Neben ist das Zeichen der Zusammengehörigkeit, Nicht begnügt sich die Gotteslehre mit der Forderung sittlichen Fühlens, nicht damit, daß wir ahnen und empfinden, was recht ist oder unrecht. Sie verlangt vor Allem die Bethätigung des Rechten, das Neben des Guten — sie heischet Thaten! Aber diese Thaten, m. Th., müssen wiederum der