Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 5 (1879)
- Issue
- 1 (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- Seite 21 (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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21 ^er in deinem )u nmst uniere in des Lebens h stets gesuch!? eiligen Stimmen chlage des Völdoh, haben wir est unser Later, wir auch immer zen dir folgten? )aku Dich nicht vir haben unser Hufe nicht hören t, verlassen dein are Kinder und schämt blickt das erheben; stumm en, sinken hin in ne uns sest umk )t begreisen, und ‘;rer Lunden Last; Ach, gehe nicht liche vor dir be- )ächtest, was der; der Mensch und et, ein Schatten, )et; ein Traum, lebend und ewig eistich in deinem Lchaar der ohneinzig' Kind in rauchleundScha- [jj ste nicht sinken l lUd) nicht immer deinen Willen erfüllt — es sind ja dock deine Kinder, und Du Vater! du kannst, du darfst, du wirst nicht immer zurnen, wirst auch heute freundlich sprechen: Kehret zurück, bleibt bei mir, ihr Menschenkinder! Du rufst, Vater, und wir hören und folgen deinem Rufe, entsagend allem Sinnlichen, abstreifend alles Begehren und Wünschen des Leibes; zu dir erheben wir Herz und Sinn, und in jedem Innern ruft es und jede Lippe lispelt: סלח נא Vater, vergib! Und wenn nichts an uns, was deiner Liebe werth, wenn kein Verdienst an uns zu finden ist, o laß Gnade statt der Strenge, Milde statt der Strafe walten; thue es deines Namens willen, der über uns genannt wird, thue es deiner Barmherzigke t willen, die Leben fördert, Leben erhält; thue mit uns, wie mit den Geschlechtern der Vergangenheit und in deiner Liebe Fülle rufe: סלחתי, ich habe vergeben! Amen! Des Abends lange Schatten haben sich ins weite Thal gesenkt, heilige Stille erfüllt die Natur, verstummt ist das rastlose Treiben, das Geräusch des Tages — Feierabend ist's draußen, Festabend, der vorbereitet die heilige Sabbathstille, einleitet die erhabene Sabbatfeier, ernst und friedlich, zur Ruhe und Seligkeit. Der Tag ist von seinem Schaffen ermüdet, und die Sonne, ermattet vom ewigen Glühen, wirft ihren letzten Strahl auf der Berge Gipfel, im Hellen Freudenantlitz strahlend. Jetzt blickt sie noch einmal und wieder einmal zurück — sie scheidet ungern von dem Kreise ihrer Wirksamkeit; doch geschieden muß sein und hinter den Bergen verbirgt sie ihr Antlitz voll Friede und Seligkeit, hat sie doch ihr Tagewerk vollendet, ihre Aufgabe vollbracht! Wohl ihr daß sie so scheiden kann! O, daß auch über dir und in dir solch seliger Friede waltete, daß auch du, o Menschenkind wenn du einst von dannen gehst, so freudig zurücklächeln, befriedigt auf dein Lebens-Tagewerk blicken und sprechen könntest: Ich habe gethan, was ich konnte und sollte! O, daß die Zurückbleibenden auch von dir rühmen könnten, daß eine Sonne du gewesen, die mit Liebesgluth alles erwärmte, was