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Israelitisches Predigt-Magazin · 1876-08-01 · 11-12 (8.1876) August-September · p. [Seite 52]

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
2 (1875-1876)
Issue
11-12 (8.1876) August-September
Date
1876-08-01
Page
[Seite 52] (sequence 52)
Language
German
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— 354 — m: Kluft, welche zwischen den einzelnen Klaffen hervorgetreten, zu über-- brücken, die Gegensätzlichkeit, welche durch die Verschiedenartigkeit der Lebensverhältnisse entstanden, möglichst verschwinden zu lassen. Kein früheres Geschlecht hat es ihr in dem Bestreben zuvorgethan, die Erde möglichst wohnlich zu machen für Jedermann, ob reich oder arm, ob mit Glücksgütern gesegnet oder ihrer gänzlich entbehrend. — Und doch kann sie sich wirklich eines glücklichen Erfolges rühmen? Kann man nicht vielmehr von ihr sagen: וירפאו את שבר ״ בת עמי על נקלה לאמר שלום שלום ואין שלוםsie wollen den Bruch meines Volkes auf eine leichte Weise heilen, sprechen immerfort Frieden, Frieden, aber siehe, es ist doch kein Frieden, doch keine Einheit/' Woher kommt es denn, daß auch in unseren Tagen noch neue Sekten sich gebildet? Woher kommt es, daß wir gerade jetzt soviel von Kämpfen hören zwischen den Begüterten und den nicht Begüterten? Woher kommt es, daß Manche aus solchen An- Zeichen Wirrnisse und Schrecknisse der Menschheit prophezeien und an der glücklichen Gestaltung der Gesellschaft verzweifelnd sprechen: ״ מי יגור לנו אש אוכלה מי יגור לנו מוקרי עולםWer schützt uns vor diesem verzehrenden Feuer, wer schützt uns vor diesem Weltenbrand?" M. A.! Es giebt hierauf nur eine Antwort! Es rührt daher, daß Menschen wort es ist, welches allein solches Große schaffen will, welches glaubt, ohne Heranziehung des Göttlichen solche Wohlthaten der Menschheit bringen zu können. Aber das göttliche Wort ist vor Allem dazu berufen, der Erde eine feste und gesicherte Grundlage zu geben. Blicken wir doch auf unsere Reli- Kon und Geschichte. Das Judenthum ist die einzige Religion, welche außer einer einzigen Abzweigung kein Sektenwesen auf die Dauer hat aufkommen lassen. Woher diese Erscheinung? Weil Alle trotz der Verschiedenheit der Ansichten sich doch bewußt waren, dem einen gemeinsamen göttlichen Worte zu dienen, weil man schon frühzeitig erkannt hat, daß auch die entgegenstehenden Meinungen, so sie nur von sittlicher Überzeugung getragen sind, אלו ואלו דברי אל׳ חיים als Worte eines und^desselben lebendigen Gottes aufgefaßt werden müßten. Und weiter! Welche unüberwindlichen Schwierigkeiten stellen sich in unserer Zeit in der Lösung der gesellschaftlichen Schäden entgegen, und in wie einfacher Weise weiß die göttliche Lehre gesunde Verhältnisse zu schaffen, indem sie durch Festsetzung der den ' 1.1

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