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Israelitisches Predigt-Magazin · 1876-08-01 · 11-12 (8.1876) August-September · p. [Seite 9]

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
2 (1875-1876)
Issue
11-12 (8.1876) August-September
Date
1876-08-01
Page
[Seite 9] (sequence 9)
Language
German
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— 311 — 3 dtt wahren 'windet; Licht uub Sieg für das Gottesvolt strahlt ans jedem seiner bilen Mrter« Worte, als sei für den Schatten keinen Raum in Israels Geschichte; getreten und das ist nicht zufällig, sondern, wie die alten Lehrer bemerken, war ׳ er sch, rate es eine Tücke Bileams, eine Schlinge, die er dem Volke legte, das ' schwer dm er nicht fluchen durste; sein Segen sollte ihnen zum Fluche werden; nWgkeit des; wie die Biene Honig-reichend mit ihrem Stachel den Unvorsichtigen er durste sch verwundet, so sollte Bileam's süße Kunde ben Israeliten zum Gifte ) der er die werden, an dem sie verdarben. Denn nichts ist einem Volke verch nur selten derblicher als Schmeichelworte, wenn sie vorhandene Verdienste mssoune verüberschwänglich schildern und den Tadel absichtlich bei Seite lassen; Gott erkennt, haben wir es doch irr unfern Tagen gesehen, wie ein großes Volk Zerwonenheit. zusammenbrach, weil es nur dem Lobe sein Ohr lieh, und dem in zollen, sei- Tadel sich verschloß. Gern hört der Einzelne, besonders gern aber Offenbarung hört eine große Gesamnrtheit sicy überschwänglich preisen und wiegt Noseh klimmt sich in den! Traume, als sei alles au ihr fertig und vollkommen, rl die Wahrnirgends ein Fehl und ein Makel. Es ist kein leichtes Geschäft, 1 schauen, die der unbequeme Warmer zu sein, der noch obendrein besonders laut sie ein Auch, und eindringlich reden muß, um den Chor der Lober und die Untust der Hörer zu überwinden. Bist du als einzelner Mensch den Lockungeu des Lügners zugänglich, der dich mit ungebührlichem Preise bethört, so wird, wenn nicht der Freund, so doch schon der eich sie beide Feind, der dich demüthigen will, dafür sorgen, daß du über dich m wie jede! die Wahrheit erfährst. mg erhält, Eine ganze Nation aber wird,, wenn sie den Tadel 'nicht ertra- He derselbe . gen kann, denselben gar leicht von sich fern halten. So ward schon in Geistesmanches Volk, das seinen Schmeichlern glaubte, von der Wahrheit , so ist auch überrascht, die so lange überhört, sich dann nicht inehr in Worten, M Gott gesondern in Thaten äußerte und die Erkenntuiß des Fehls brachte,!ind, ist ein als es zur Besserung zu spät war. welcher die Das wollte Bileam, der tu Fluch und Segen Volkverderbende,;r erschauen, an Israel verüben, es sollte sich an seiner Größe berauschen und ertigt haben. so seines Berufes vergessen. Es sollte ermatterr mitten im Laufe, ob und den durch die Lüge verführt, als sei es schon am Ziele; Israels Stärke Größe und und Ruhru, das sollte die Falle sein, die ihm Bileam stellte, daß glanzenden es beides verlöre. Gegen solchen Angriff aber stand Moseh, starrern ZakB beu die Propheten, jeder als eine mächtige Mauer, die es wehrten, alle Alke! daß die Lüge sich in's Volk schleiche, wenn sie es auch häufig nicht t und überD hindern konnten; die Israel an seine Pflicht mahnten und in strenger Rahmers Israelitisches Predigt Magastu, August-September 1876. ״20

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