Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 2 (1875-1876)
- Issue
- 11-12 (8.1876) August-September
- Date
- 1876-08-01
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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307 önnen,M Mannt ivird. ae grundverlndet Israels g; der Heide dische Seher nan Israels Aößen, der rgabe, denn le, sein Herz geringste der Mosch aber, inst hell und!ein Volk zu enden wird, n er häufig ergang vertreuer Liebe völkte Stirn )tt schlimme zun! Guten ren Israels ern falschen ade ist er ihr ie Wahrheit Die Geistesnserer Heu-!er zeichnen, m und ihr dem Ern erörtem gengesetzten hat gelehrt, daß die Tugend erkennen und sie üben aufs engste mit einander Zusammenhänge. Die ewigen Ideen, vom Guten und Wahren und Schönen, sie üben einen so unwiderstehlichen Reiz, daß wer sie einmal geschaut, nicht von ihnen lassen könne, wer sie begriffen hat, müsse sie lieben, müffe sie üben; sein ganzes Leben sei dann nur ein Abglanz der ewigen Ideen. Aber, ach! der edle Weise, der auf den Himmelshöhen des Gedankens weilte, hat, entzückt von der Schönheit des Ideals, allzusehr des Irdischen vergessen; er hat die Menschen gezeichnet, wie sie sein sollten; aber nicht wie sie sind; die Meinung, daß die Menschen, was sie mit ihrer Vernunft erfaßt haben, nun auch mit Herz und Hand ins Leben tragen, ist nur ein schöner Jrrthum, mit dem wir uns freilich gern versöhnen, denn nur reine engelgleiche Gemüther, spiegelklare Seelen, deren Fläche nur selten von der Sünde ist angehaucht und getrübt worden, können so irren. Aber der Jrrthum, wie süß er auch sei, er darf uns nicht so theuer sein, als die herbe Wahrheit. Die heilige Schrift, die keine anmuthige Dichtung, keine lieblichen Phantasten uns bieten, sondern den Weg des Lebens uns führen will, sie muß auch die schönen Gebilde des Wahns zerstören, sie muß sagen: wohl, es giebt Naturen, deren Erkenntniß in den Himmel hinein ragt, und deren Wille dennoch an der Erde haftet, deren Vernunft zu Gott aufschaut, und deren Herz nach dem Mammon schielt, die das Erhabene wissen und »das Gemeine lieben, die das Edle kennen und dem Schnöden folgen, die die Wahrheit fassen und sie dennoch hassen. Diese schwere, diese schwerste Anklage gegen das menschliche Geschlecht, sie ist in Bileam verkörpert, sein ganzes Leben ist eine entsetzliche Lüge, ein ungeheurer Mißbrauch, eine Verleugnung Gottes, den er erkannte. Er hatte einen klaren Blick, klugen Sinnes erkannte er das Entfernte, so wußte er Vieles, was seinen Zeitgenossen verborgen war. Aber statt ihnen zum Lehrer zu werden, hüllte er sich in das Geheimniß eines Zauberers, eines Meisters verhohlener Künste, und fördert den Wahn, den er verachtet und stützt die Thorheit, die er verworfen hatte. Neue Nahrung gewann Jrrthum und Aberglaube aus seiner Weisheit. Trefflich sagen die Alten: ״ רשעים מוטב שיהיו סומץvon den Bösen wäre es besser, daß sie mit Blindheit geschlagen wären," daß ihr Auge ewig umnachtet bliebe, daß sie einsichtslos durch's Leben gingen, denn es duldet sie nicht, eine Stätte des Guten zu sehen, rselbe, den nannt Hatz