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Israelitisches Predigt-Magazin · 1876-08-01 · 11-12 (8.1876) August-September · p. [Seite 3]

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
2 (1875-1876)
Issue
11-12 (8.1876) August-September
Date
1876-08-01
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German
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305 Erden mir, 1 )anb drücken,; ) MeKrch - Israel, daß; A Kleinodien ׳ ^rer zu sein, - Israel vor- ' 1brtct worden [ hat, während i uf weist der -!ur am Wildem Völkern f geistvolle jü- \ und zu ihm l nd uns ftra- ) keine Uh-1 st Du Ur- \ י® fanden; | :artiger, kla- Herr aber ibe. Hattet ) nicht auch brachte diese 1ergeudet in egende Gott en. Israel auf seinen : Nebuchad-! Reichthum Ruhm und uen durste, vergöttert, lgessen und l, das mar MN. Aber!inen Tempel errichtete, während er durch weise Rede die Menschen lehrte und zur Gottesfurcht erzog, hat Haman sein Vermögen verbraucht, um dafür den Untergang eines Volkes zu erkaufen, hat er alle Künste seines erfindungsreichen Kopfes daran gewandt, um Elend und Zerstörung herbeizuführen. Israel endlich hatte einen großen Propheten in Mose; Bileam, der heidnische Seher, war von gleicher Geisteskraft, aber Israels Propheteil haben vor Sünde gewarnt, Bileam hat zu ihr gespornt; das Herz jener war wie vom Weh des eigenen Volkes, so auch von: fremden Weh gerührt und bewegt; Jeremias hatte um Moabs Untergang, Hesekiel um Tyrus ^turz rührende Klage erhoben; Bileam aber hatte grausen Sinnes seinen Fluch gegen ein Volk schleudern wollen, das gegen die Moabiter, seine Feinde, nichts Böses im Schilde führte, ja dem jeder Anschlag gegen deren Ruhe und Sicherheit von Gott war untersagt worden; Israels Propheterl waren freudig die Künder, die Märtyrer der Wahrheit; Bileam hingegen stellte feine Einsicht in den Dienst der Thorheit, seinen Rath in den Sold der Sünde. So wird der Herr zu den Völkern der Erde dereinst sprechen, und beschämt werden sie vor dem göttlichen Richter weichen und ihr Fehl bekennen. So weit die schöne Dichtung der Alten; ihr Zweck aber ist kein anderer als uns darzulegen, daß nicht die geistige, sondern die sittliche Kraft den echten von dein schlechten, den wahren von dem falschen Propheten scheidet. Es ist ein schönes Gottesgeschenk, die Zutunst zu erkennen, aber es ist ein Wahll zu glauben, daß darin der Vorzug der Propheten beschlossen ist. Nein, das ist nur ein höherer Grad von Verstandeskraft, über die wir staunen, aber die wir nicht verehren, die in geringernr Maße allen klugen Menschen innewohnt. Denn diese Kraft wie jede attbere erhält erst ihren Werth durch unfern Willen, durch den Elltschluß, sie zu nützen zur Förderung edler sittlicher Ziele. Mosel), Jesajas, Jeremias, Hesekiel, verehren wir sie darob etwa, weil sie die Zukunft erkannt haben? Nimmermehr, uns sind sie ehrwürdige, heilige Gestalten, weil sie von Begeisterung für das Gute und Edle erglüht ivaren, weil sie das Feuer ihres Herzens ihrer Rede haben eingehaucht, ein Feuer, wie es dem Moseh im Dornbusch der Wüste erschien, da es noch heute lodert und empfängliche Gemüther für die Wahrheit entzündet. Bileam aber, was ist er anders als ein hoher Geist, der sich selbst zerstört, der sich zu den Höchsten hätte stellen können und sich zu den

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