Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 2 (1875-1876)
- Issue
- 10 (7.1876)
- Date
- 1876-07-01
- Page
- Seite 297 (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/9616701-9617075-9617357--0652-9617388- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
-rz wehklag! lenschensoh^. i chielff. - , lll, sondern \ lstehen eines | Wiederherj 5' und ein 1i nach dem hoffentlich gen Tag? rteien, der bedienerei? )neten des öie Fürsten das sind n richtiger dm Tag ung dieses ini Sinne viele hat, e greuube tiger das htig; aber zu feiern in unser , Gefühl, us sagen, lhin und Schlacht, )er Feind rah des nahmen, ille En-׳ fsthaten funden: f. 52,10• j ״Großes hat Gott an uns gethan, es ist uns wie Träumender?); von Gott ist es gescheherr, wmrderbar in unseren Augerr — wer hätte es vorausgesehen, wer vorher zu verkünden gewagt!" Und so laßt uns die Textverse, mit denen ich begonnen habe, nach der Reihe betrachten. אודך כי עניתני Man kann übersetzen: ich danke Dir, daß Du mich hast leiden, dulden lassen — oder: daß Du mich erhört hast. — Wir können hier beide Auffassungen anwenden. ״Ich danke Dir, daß Du mich hast leiden lassen." Dieser Spruch, dieser Lehrsatz von deur Segen der Leiden und Prüfungen, der in der heil. Schrift so oft wiederholt wird und im Leben der Einzelnen und der Völker sich bewahrheitet hat, er gilt Vorzugsweife auch dem deutschen Volke. Schwerer als einem anderen gebildeten Volke ist es dein deutschen geworden zur Einigung, zur Gestaltung eines Reiches zu gelangen. Gespalten in sich durch mannigfache Eigenart seiner Stärurne, zersplittert durch Glaubensparteiung, zerrissen durch Selbstsucht der Herrscher und Stammeseifersüchterlei wurde es und blieb es ein Spielball Aller, des Winkes Fremder gewärtig; getheilt wurden Land und Volk und wieder bunt zusammengervorfen uad) Erbgang, Heimfall, Heirath, gleich willenloser Habe und Heerde, verrathen, verkauft; sein Land ein Tummelplatz fremdländischer Kriegerschaaren, seine Kinder auf alle Schlachtfelder geschleppt, um auf der ganzen Erde Kriege fremder Mächte zu führen und sich unter einander zu zerfleischen. Und doch kann das deutsche Volk sagen: ich danke Gott für diese Leiden! denn es wurde durch sie veranlaßt, gedrängt, sich dem Denken hinzugeben, der Geistesarbeit, den: Culturstreben seine Kraft zu weihen, ״in der Herzen heilig stille Räume zu fliehen aus des Lebens Drang", wie sein liebster und edelster Dichter ihm rieth. Es zog sich in sich selbst zurück, widmete sich der Lehre und der Schule in warmer Liebe und strenger Zucht, stieg hinab in die Tiefe der Forschung über Natur, (^schichte, Weltweisheit, suchte d^rs Gute von allen Nationen anzunehmen, jede fremdsprachliche Bildung sich anzueignen und die Schütze einer Weltliteratur bei sich, in seiner Sprache aufzuspeichern. Selbst die anderweit so verderbliche -»— ף Ps. 126, 3. 1.