Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 2 (1875-1876)
- Issue
- 10 (7.1876)
- Date
- 1876-07-01
- Page
- Seite 285 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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285 des Danke-! große Be-j lseres 5Sater: und Friede, Königs die gen zwischen nennüdlichen merkwürdige n schwaches sie aüejeü | ) ins Aj Gedacht Hwelt die! ml er be-I י ein neues , der lange! ßt gelegen, geworden, llnd so; alle Gotganze weite pen heilige eine von cht gerechtheilnahine? ld Freude? i's Söhne,!ilden Ton aben nicht ) sie nicht r, wo des!hätte, wo; trauten bedrängten Vaterlandes Ehre zu vertheidigen? Haben nicht Israels Mütter gejammert, ist ihren Augen nicht entstürzt ein Thräuenquell, ״dieweil in die Ferne zogen, die da trösten, die da erquicken die Seele — dieweil die Söhne geendet". (Klaget. 1, 16)? Haben wir nicht alle mitgefühlt, mitgetragen, mitgesorgt, als der Würgeengel des Krieges mit bluttriefendem Schwerte aus unsern Reihen Opfer forderte, als Sorge und Kummer jedes Bürgers Herz zusammenpreßte? Jsraeliten, wtr haben etn Recht dazu, uns zu freuen, wenn die dunkeln Wolken sich zertheilt haben, wenn der schöne blaue Himmel wieder lachet und die FriedenHsonne auf ihren Schwingen Heil in alle Lande sendet; denn die da ״gesäet in Thränen, sie dürfen in Jubel auch ernten" (Ps. 126, 5), und darum הריעו לה׳ כל ״ הארץjubledem Ewigen, ganzes Land", freut euch alle ob der Hilfe, die dem Vaterlande geworden! Aber die Freude äußere sich nicht in dem Aufwallen zur übermüthigen Lust; nicht der zügellose Taumel sei unseres Festes Frucht, vielmehr עבדו את ה׳ בשמחה ״dienet dem Ewigen in dieser Freude" (Ps. 100, 2); Gedanken des Ernstes gebe uns ein der Tag. Es ziemt uns heute mit forschendem Blicke umherzuschauen und zu denken an das, was geworden, was werden soll; es ziemt uns heute ein ernster Hinblick auf die Vergangenheit, auf daß wir den Werth der Errungenschaft, die der Tag uns gebracht, erkennen und zu schätzen verstehen; es ziemt uns heute eine Verständigung mit uns selbst, mit dem Geiste unseres J Vaterlandes, auf daß wir zur Erkenntniß gelangen, zu welcher neuen Entwickelung der Grund gelegt ward, was wir zu erstreben haben. Diese Selbstverständigung ist die Forderung, die unsere Festfreude an uns stellt; diese uns vorzuführen sei die Aufgabe unserer geweihten Stunde. Und in diesem Geiste laßt uns nun sprechen: 1. Von der Bedeutung unserer Festfreude, 2. von ihrer Berechtigung und 3. von den Lehren, die sie uns eingeben so!׳. Zum Texte unserer Betrachtung und Erhebung wollen wir nehmen das Wort des Prophete Jefaja, das. im 12. Cap. V. 1—3: :ואמרת ביום ההוא אודך כי אנפת בי ישוב אפך ותנחמני הנה אל ישועתי אבטח ולא אפחד כי עלי וזמרת יה ויהי לי לישועה: ושאבתם מים בששון ממעיכי הישועה♦ ״Und Du sprich jenes Tages: Ich preise Dich, Herr, daß Du mir gezürnt; Dein Zorn legte sich, und Du tröstest mich. Siehe,