Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 2 (1875-1876)
- Issue
- 10 (7.1876)
- Date
- 1876-07-01
- Page
- Seite 286 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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286 Gott ist meine Rettung; ich bin getrost uub bebe nicht, denn mein Sieg und Sang ist Iah, der Herr, und er ward meine Rettung. So schöpfet dennn Wasier in Wonne aus der Quelle des Heils." Gesegnet sei, wer da gekommen ist im Namen Gottes; des . Herrn Wort komme über euch und über euch sein Licht und seine ' Wahrheit. Amen! J I. ״Ich preise dich, Herr, daß du mir gezürnt; dein Zorn legte sich und du tröstest mich." Aus der gottbegeisterten Brust des Königs der Propheten entringt sich der heiße Dank für die Errettung Israels in trüber Zeit der Noth. Wie einst aus Egyptens glühenden: Sklavenofen, so hat der Herr wieder errettet sei:: Volk, und des Propheten Mund dankt für den Zorn des Ewigen, der sich in den: geschichtlichen Leben des Volkes kund gethan, preist Gott für die Erniedrigung seiner Brüder, weil sie der Quell, aus den: das neue, nationale Leben sprudelte, geworden. In Israel war gar trübe Zeit: Der unselige Bruderzwist hatte den Boden des Landes untergraben, jeden bessern Keim erdrückt und die Wurzel des Volkslebens jeden Saftes beraubt; Streit und Hader, Engherzigkeit und Hochmuth nagteי wie giftiger Wurm an Juda und Israel, und die besten Kräfte verzehrten sich selbst in: aufreibenden Kampfe; Efraim jubelte, wenn Juda schwach geworden, und Juda's Lande schwelgten voll Wonne, wenn in Efraims Gebiet das Schwert des Verderbens wüthete. וירא אפרים את הליו ויהודה את מזרו וילך אפרים אל אשור וישלה אל מלך ירב והוא לא ״ יוכל לרפדא לכםUnd Efraim sah seine Krankheit und ולא יגהה מכם מדור Juda seine Schwäche, und es ging Efraim nach Affur und schickte zun: König ״Kampfbereit"; doch der konnte und wollte es nicht heilen, und nicht verharschte die Wunde" (Hos. 5,13). Ja, sie wurde immer klaffender nur, und Knechte wurden sie, die dem lauernden Feinde sich in die Arme warfen. Wenn nun des ’ Krieges Schrecknisse erbeben machten des Landes Grunde, wenn unter den schweren Schicksalsschlägen das Reich erzitterte, wenn der . ernüchterte Unverstand es einsah, daß mit eigenem Schwerte er in seiner Brust wühle, daß er selbst seines Unglücks Grund sei: dann zog hie und da ein besserer Geist in des Volkes Herz, und die Noth