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Israelitisches Predigt-Magazin · 1876-07-01 · 10 (7.1876) · p. Seite 277

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
2 (1875-1876)
Issue
10 (7.1876)
Date
1876-07-01
Page
Seite 277 (sequence 11)
Language
German
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277 jubelt ihy, Pt die Edlen fere Lehrerin rklichkeit und sche an den :אל אמך י׳ usen, - daj So müssen zurückblicken 1, und was Mt, Israel mch stets in en Wassers", r ein Brun- )eistessürsten der Schrift- und verheert und fort, . Und paßt כיוה כמחקק : :מטותיהן י Edlen des ihn herum nen Stamm und Bäume Milien, die rmtheit, fte rblickt, den! Kreis ihüberall erind die kost- -jge Einöde, 1 es war, Ich eröffne ließen; ich mache die Wüste zu einem Wasserteiche und das lechzen^ den Ausgangspunkte von Gewässern, ich lasse erstehen in d^daß er Cedern und Akazien, Myrthen u. Bäume von Oel." Solch' pr»ntiges Gemälde entrollt sich vor unserer Seele — wie aber wird es auf uns wirken? Ganz ebenso, wie der Rückblick aus unsere Vorfahren gewirkt hat. Was thaten diese? ״Israel sang" — Gesang aber ist der Ausdruck der B e g e i st e r u n g. So werden auch wir uns begeistern für den Felsenquell unserer Religion, für unsern treuesten Freund und Berather in den Zeiten der höchsten Roth und Bedrängniß. Wenn aber erst Begeisterung in unser Herz gezogen, dann ist Alles erreicht, was nur im Interesse des Glaubens wünschenswerth erscheinen könnte, dann ist der Boden geschaffen, auf dem wahrhaft religiöses Leben und Streben gedeihen und sich entfalten kann. Dann und einzig allein dann! Denn woher kommt es eigentlich, daß der religiöse Gedanke Viele nicht mehr durchdringt und auf ihr Handeln bestimmend wirkt, daß namentlich in der Uebung der heiligen Gebräuche eine große Lauheit und Lässigkeit sichtbar ist? Es kommt in den meisten Fällen daher, daß sie sich nicht mehr recht zu begeistern verstehen, daß ihnen die Tiefe und Innigkeit des Gemüths abhanden gekommen, daß der Kälte des Verstandes die Wärme des Gefühls nicht die Waage hält. Auf unsere Zeit paßt eben die Schilderung, welche unsere Weisen von einem früheren Zeitalter entworfen haben ראוי היה לומר הזקיה שירה על מפלת סנחריב אתא ישעי׳ לנביהון דחזקיה וסיעתו אמר לון זמרו לה׳ כי ״ נאות עשה אמרין ליה כבר מודעת זאת בכל הארץAls unter der Regierung des Hiskia Tage des Schreckens und Entsetzens dahingegangen und Tage der höchsten Glückseligkeit eingetreten waren, da rief der Prophet seinen Zeitgenossen zu: Nun singet auch dem Herrn ein Loblied, daß er gewaltiges vollbracht. Sie aber erwiederten: Wozu bedarf es eines Gesanges, wozu einer äußeren Kundgebung; es ist ja doch auch s o im ganzen Lande bekannt," was dadurch bezweckt werden würde, das weiß ja auch ohne dieses die ganze Welt. ״ תורה שאני עובר, בה מכפרת על השירהUnd wenn nur, so fuhr man fort, gelehrt und gelernt wird, was der Herr Alles geleistet, nun so darf dieses doch wohl Gesang und Alles, was uns an das Walten seiner Vorsehung erinnert, ersetzen und als entbehrlich erscheinen lassen." Die gleiche Sprache hören wir auch häufig in der Gegenwart. Wenn nur, so heißt es, der Geist der Religion, Sinn und Bedeutung

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