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Israelitisches Predigt-Magazin · 1876-07-01 · 10 (7.1876) · p. Seite 276

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
2 (1875-1876)
Issue
10 (7.1876)
Date
1876-07-01
Page
Seite 276 (sequence 10)
Language
German
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276 I. ״Damals sang Israel dieses Lied: Auf, Brunnen, jubelt ihm entgegen, dem Brunnen, den die Fürste:: gegraben, gehöhlt die Edlen des Volkes, mit dem Scepter, mit ihren Stäben." M. A.! Es giebt für den Menschen keine bessere Lehrerin als die Vergangenheit. Denn sie ist die Stätte der Wirklichkeit und Gewißheit, sie hat an Thatsachen das Wahre und Falsche au den menschlichen Handlungen und Anschauungen erprobt. '121 שאל אביך ״Frage Deinen Vater, — so hat der große Lehrer Mose gerufen, — daß er Dir erzähle, Deine Ahnen, daß sie zu Dir sprechen." So müssen denn auch wir, um uns den rechten Segen zu erringen, zurückblicken auf die Tage, die nun abgeschlossen hinter uns liegen, und was werden wir da gewahr? Wir sehen, wie schon angedeutet, Israel öde und wüste Steppen durchziehen, aber wir erblicken auch stets in seinem Gefolge jenen ״ באח מים חייבjenen Quell lebendigen Wassers", wie man Thora und Religion oft genannt hat. Es war ein Brunnen, an dem immerfort gruben die Fürsten, die hohen Geiftesfürsten mit dem Scepter, mit den: Sceptercher Gelehrsamkeit und der Schriftkünde. Und wenn auch die Erde unter ihnen erbebte, und verheerende Blitze über ihrem Haupte schwebten, sie gruben fort und fort, sie ermüdeten nicht, immer tiefer und tiefer einzudringen. Und paßt nicht auch hier die Bemerkung der alten Lehrer: כרוה נדיבי עם במחקק במשענותם שהיו המביאים עומדים על גבה ומושכין במטותיהן כל אחד ואחד ואחד לשבתו ומשפחתו . ומגדלים מיני ״ דשאים ואילנות עד אין סוףEs höhlten ihn aus die Edlen des Volkes mit ihren Stäben." Die Fürsten standen um ihn herum und leiteten sein Wasser mit ihren Stäben ein Jeder in seinen Stamm und seine Familie — und dieses erzeugte dann Pflanzen und Bäume unübersehbar und ohne Ende." Ja, die Häupter, die Familien, die Führer der Gemeinden, die Vertreter der ganzen Gesammtheit, sie alle haben ihren höchsten und heiligsten Beruf darin erblickt, den Stern religiösen Lebens zu leiten in ihre Häuser, in den Kreis ihres Wirkens und Schaffens, und da haben sich denn überall erschlossen die herrlichsten Geistesblüthen, und herangereift sind die kostbarsten Früchte unübersehbar und ohne Ende. Die traurige Einöde, sie schien verwandelt in den lieblichsten Fruchtgarten, und es war, als ob sich erfüllt hatte des Propheten Verkündigung: ״Ich eröffne auf den kahlen Höhen Ströme und in den Thälern Quellen; ich

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