Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 2 (1875-1876)
- Issue
- 10 (7.1876)
- Date
- 1876-07-01
- Page
- Seite 275 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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275 Schauspiele ge.- r hielt, ML reu, jene Ife ׳all der Park abenteuern- >re gewinnen ׳re? M. A. ei gleich Aeman sesthalte e, die Ahron lng. Unsere tib Lebenden, Glauben mit chnen. Und blüh'n, die;urückkehren, denslosigleit urch in der iminerfort .e sich auch labte und endlich die fruchtbaren vor ihnen ungsvollen terung er- ׳ IX ״Damals war es, wo ganz Israel diesen Gesang angestimmt: ״Auf, o Brunnen, jubelt ihm entgegen." M. A.! Israel hat zum zweiten Male eine Wanderung durch eine Wüste antreten müssen, durch die Wüstenei der Verbannung, der mittelalterlichen Finsterniß, unstät und flüchtig irrte es umher von Lagerplatz zu Lagerplatz, nirgends fand es einen dauernden Ruhesitz, nirgend winkle ihm eine freundliche Heimath. Und auch auf diesen Zügen schritt ihm voran ein unversiegbarer Felsenquell — der Gottesglaube, Ne heiligeLehre — und wenn die verzehrenden Gluthen der Leiden die letzten Kräfte ihm zu vernichten drohten, hat jener ihm neues, verjüngendes Leben gespendet. Aber auch der Weg durch diese große und furchtbare Wüste ist nunmehr durch die göttliche Hilfe bereits glücklich zurückgelegt; eine neue Zeit erschließt uns ihren vollen Segen, alle ihre Herrlichkeiten, und wenn auch noch hier und da eine Scheidelinie uns von manchen auf dem Boden einer gereisteren Anschauung erblühten Früchten trennt, bald — davon sind wir überzeugt, — werden wir an allen Orten diesen trennenden Jordan überschritten und uns das errungen haben, was uns noch versagt wird. Sollten wir nun nicht während des Ueberganges aus den alten in die neuen Zustände uns besonders gemahnt fühlen an das Verhalten Israels in den Tagen, da es öde Steppen gegen fruchtreiche Triften eingetauscht hat? — Gewiß, m. A., grade unsere Zeit ist es, welche aus das Brunnenlied, das wir in dem heutigen Wochenabschnitte lesen, in höherem Maaße unsere Aufmerksamkeit lenken könnte. — Darum ist es wohl auch an diesem Sabbathe angezeigt, dieses zum Ausgangspunkte unserer Betrachtung zu nehmen und im Anschlüsse daran zu sprechen von der religiösen Begeisterung und ihrer Bedeutung für die Gesammtverhältnisse Israels. Unsere Textesworte lauten: ״Damals sang Israel dieses Lied: ״Auf Brunnen, jubelt ihm entgegen. Dem Brunnen, an dem gegraben die Fürsten, den ausgehöhlt die Edlen des Volkes, mit dem Scepter, mit ihren Stäben. — Und von der Wüste nach dem Gottesgeschenk, von dem Gottesgeschenk nach dem Gottesbesitz, von dem Gottesbesitz nach den H ö h e n." Mögest Du, o Herr, uns senden Dein Licht und Deine Wahrheit. Amen. 18*