Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 2 (1875-1876)
- Issue
- 10 (7.1876)
- Date
- 1876-07-01
- Page
- Seite 269 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/9616701-9617075-9617357--0624-9617360- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
269 fön Tugendb befestigt p iejenigen Ad- Me gelten wenigstens mit esem Gesichts-!en Sibra ein örung Konne Moses rohn des Nzbiram und iter aus dem fremd sind, Men. Der rrz nach dem )iels ist beeines Hohenversteht es, für sich zu s, und zwei l es sogar, . Gar bald Hut sich aus sendet der er verzehrt, durch eine ne austritt, Würgengel bgelegt für besonderes 1.[tätigt, inmessürsten üthen trieb des ftische ,t und das >o weit der is sind die; der Zeit immer von Neuem auftauchen. So laßt uns denn diese Charaktere erforschen und prüfen. Nur Namen von Personen sinds, an welche wir unsere Betrachtung anknüpfen, darum legen wir ihr als Text die Ueberfchrift der heutigen Sidra zu Grunde ויקח קרח ב[ צהר בן קהת בן לוי , ודתן ואבירם בני אליאב י ואון בן פלח בגי ראובן ״Es empörte sich Korach, der Sohn des Jizhar, Enkel des Kehat aus dem Stamnte Lewi, Datan und Abiram, die Söhne Eliabs und On den Pelet — die letzteren aus dem Stantme Röuben." 1. Die Hauptperson und wohl auch die Seele der ganzen gegen Moses und Ahron in's Werk gesetzten Bewegung war Korach, ein ehrgeiziger Mann, der sicherlich glänzende Geistesgaben besaß. Wie hätte er auch sonst Männer für sich gewinnen können, die nach dem Worte der Schrift gewesen sind:נשיאי העדה קריאי מועד אגשי שם ״Fürsten der Gemeinde, Berufene der Versammlung, Männer von hohem Ansehen!" Vermöge seiner geistigen Fähigkeiten, vermöge seiner Abstammung aus einer vornehmen Familie und endlich vermöge seines sprichwörtlich gewordenen Reichthums ragte er über Viele in Israel so sehr hervor, daß er wohl auf eine hohe Ehrenstelle Anspruch gehabt hätte; aber der ungemessene Ehrgeiz verleitete ihn, die höchste Würde eines Hohenpriesters und ersten Volksführers an sich reißen zu wollen. Kein Mittel erschien ihm verwerflich, wenn es ihn zu diesem Ziele führte. Er sucht das Volk zu gewinnen, indem er ihn: mit schön klingenden Phrasen schmeichelt: ״ — כל העדה כלם קדושיםdie ganze Gemeinde ist heilig!" ruft er aus .ובתוכם ד und unter ihnen ist der Ewige!" Korach wußte recht gut, daß dies eine Phrase, d. h. eine Lüge war; denn, m. A., es ist nicht wahr, daß das ganze Volk heilig ist, es ist nicht einmal wahr, daß die Besten im Volke heilig find. Freilich erging an Jsrael das Gotteswort ואתם תהיו לי ממלכת כהנים וגוי קדוש״ Ihr alle f ollt mir sein ein Reich von Priestern, ein heilig'Volk!" Allein zwischen dem wirklichen Sein und dem Sein-sollen, liegt eine gar weite Kluft, so weit wie zwischen der Wirklichkeit und dem Ideale, zwischen Himmel und Erde. Aber handelte es sich denn dem Korach um die Wahrheit? Er wollte die Menge an sich locken, er wollte den Gottesmann Mose auf das Niveau der großen Masse herabziehen, wollte ihm sagen, daß er nicht mehr sei