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Israelitisches Predigt-Magazin · 1876-07-01 · 10 (7.1876) · p. Seite 268

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
2 (1875-1876)
Issue
10 (7.1876)
Date
1876-07-01
Page
Seite 268 (sequence 2)
Language
German
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268 den kein Sünder betritt, ohne gerührt und gebessert, kein Tugend- Hafter, ohne in seinen guten Vorsätzen bestärkt und befestigt zu werden. Von solcher Art und Wirkung sind nur diejenigen Abschnitte der h. S., die, obgleich sie nicht als Schauspiele gelten / wollen, es dennoch in gewisser Beziehung sind, oder wenigstens mit £ Leichtigkeit in solche können verwandelt werden. Von diesem Gesichtspunkte betrachtet ist nun auch der erste Theil unserer heutigen Sidra ein Schauspiel, dessen Titel ist: ״ ויקה קרהDie Empörung Korachs" und dessen Personen außer dem Gottesmanne Moses und dem Hohenpriester Ahron sind: Ko rach, der Sohn des Jizhar, ein Lewite aus vornehmer Familie; Datan, Abiram und On ben Pelet aus dem Stamme Rauben, drei Männer aus dem Volke, die dem letzten Zweck der Bewegung eigentlich fremd sind, aber dennoch glauben, sich am Aufruhr betheiligen zu müssen. Der Ort der Handlung ist die Wüste Paran, die Zeit: kurz nach dem Auftreten der Kundschafter. Der Inhalt des Schauspiels ist bekannt. Korach, von Ehrgeiz getrieben, will die Würde eines Hohen- Priesters und Führers des Volkes an sich reißen und versteht es, einen Theil der Nation, darunter angesehene Männer, für sich zu gewinnen. Er lehnt sich sodann offen gegen Mose auf, und zwei Männer seines Anhanges, Datan und Abiram, wagen es sogar, dem Gottesmanne beleidigende Worte entbieten zu lassen. Gar bald ereilt die Aufrührer die verdiente Strafe. Die Erde thut sich auf und verschlingt Korach, Datan und Abiram, ein Feuer sendet der Herr vom Himmel, das 250 der angesehensten Männer verzehrt, von dem irregeleiteten Volke wird ein beträchtlicher Theil durch eine Seuche hinweggerafft, bis Ahron mit der Räucherpfanne auftritt, sich zwischen die Todten und Lebenden stellt und dem Würgengel Einhalt gebietet. So hat der Himmel selbst Zeugniß abgelegt für Mose's göttliche Sendung. Ahron wird darauf durch ein besonderes göttliches Zeichen in seiner Würde als Hoherpriester bestätigt, indem sein Stab, der zugleich mit den Stäben der Stammesfürsten in die Bundeslade gelegt wurde, wunderbarer Weise Blüthen trieb und Früchte trug. So sproßte aus der Saat des Todes frische Blüthe und neues Leben, es verstummte die Zwietracht und das Panier des Friedens wehte allenthalben in Israel. So weit der Inhalt. Was indessen ein Schauspiel lehrreich macht, das sind die Charaktere der handelnden Personen, weil sie im Laufe der Zeir

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