Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 2 (1875-1876)
- Issue
- 8-9 (5.1876) Mai-Juni
- Date
- 1876-05-01
- Page
- Seite 237 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/9616701-9617075-9617302--0591-9617327- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
237 m• A., wissen l und Lieben!Tod entrissen hen, in Gottes >u Allen, und;eblieben, war schwache, sün--;keit von Gott er anstim,neu, löblich, wenn sreude erheben m Zchluß des luch die ernste sen? ) nicht nur an! 'che Wahrheit! allein achten, Gott Beides hrheit und des Irdischen >en, desVerrseres ewigen nd Zahrtau- ,underung zn ker, die Grie- und von der!che Mose's. ,ath zum Zn- und mannig- Bangen entiger, denn > es schlägt so sei das übrig gebliebene Lager zur Entrinnung" (1. B. M. 32, 9). Und so wie Jacob, muß jeder Mensch, muß jedes Volk sein Leben, seines Lebens Güter gleichsam in zwei Lager theilen, in vergängliche und ewige, in irdische und himmlische, damit, wenn die einen schwinden und vergehen, die anderen bleiben und bestehen. Die Griechen und Rönrer hatten nur das Licht — L i ch t o h n e Wahrheit — nur äußeren Schimmer und äußeren Glanz, äußeren Ruhm und äußere Macht im Auge, mit dem Erlöschen dieses Lichtes sind auch sie von der Erde geschwunden; Israel aber theilte seines Lebens Inhalt in zwei Lager, kam der Feind und schlug das eure, blieb ihrn noch das andere zur Rettung, war auch das Licht — der äußere, weltliche Glanz — erloschen, blieb ihm, stand ihm noch immer die Wahrheit tröstend, ermuthigend, begeisternd zur Seite. Die Wahrheit ist allerdings ernst und strenge, klingt oft hart und rauh; sie ist und bleibt aber jmmer das ״Jnsiegel Gottes", so lästig und unbequem, so störend und hinderlich sie uns auch scheinen, so baar aller Milde und Schonung sie — in unseren Augen — auch erscheinen mag, und das ״Jnsiegel Gottes", die Wahrh eit, darf uns nicht fehlen, soll unser Leben keine Lüge sein. Dazu hat uns ja Gott unseren ״Lehrer Mose" gesandt, damit wir der Wahrheit nicht entbehren! Wozu fragen unsere alten Lehrer — schickte denn Gott an Israel zwei Boten, Mosche und Ahron, hätte Ahron, der ja von jeher zum Volke gesprochen, der Aeltere und mit Beredtsamkeit begabte, allein nicht genügt? und sie antworten ״Nein"! משה m אורך זה אהרן ־־כי מלאך ה׳ צבאות הוא ואמתך ״ בכל ביתי נאמן הואAhron war wohl eine leichte Engelsgestalt, umflossen von Milde und Güte, von Freundlichkeit und Versöhnlichkeit, von Friedfertigkeit und Nachgiebigkeit; aber ein Lehrer, ein Lehrer der strengen W a h r h e i t, der offenen, ungeschminkten Wahrheit, die kein Ansehen kennt. Niemanden fürchtet und Niemanden scheut, das war er nicht, ein einziges Mal hatteer den abwesenden Mosche als Lehrer vertreten sollen,... ״ ויצא השנל הזהund — es ging ein goldenes Kalb hervor" (2. B. M. 32, 24). Mosche war der Mann der Wahrheit, ein Mann, der die Worte: ממרים הייתם dem widerspenstigen Volk in's Gesicht zu schleudern wagte, und er, der nicht nur auf die Licht-, sondern auch auf die Schattenseiten, uicht nur auf die segnende und schützende, sondern auch auf die strafende und züchti- RahmerS Israelitisches Predigt-Magazin. Mai 1876. , 16