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Israelitisches Predigt-Magazin · 1876-05-01 · 8-9 (5.1876) Mai-Juni · p. Seite 225

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
2 (1875-1876)
Issue
8-9 (5.1876) Mai-Juni
Date
1876-05-01
Page
Seite 225 (sequence 13)
Language
German
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Menschen kön: "י Zeit, ^nndgeheitz Zechen wh, ichtet unb auf: und zertrünikann nimmer־ äse, aber nich: lsi, aber nicjt und wirkt - sind's הפרו rldenen Lehreil M״ ...^ Bote, der alllcht und Lichi Mte noch wie :n Zesseln des lügeln zu den!scheu - die em sie leben h r Stück Zeit as die Zeiten as ihr Stück tungsvoll und t, gilt ihnen und die Perie Gegenwart!nheit, als ob je die Gegenhüheü. טוב it daran, dich ibet auch vom ben deiner ie Errungen- D verwerfen, u stehen und heute denken ugt aus den Tiefen unserer Seele rufen: ״Gelobt seist du, Herr! מקדש ישראל ״ והזמניםder du heiligst Israel und di<Z eiten." Amen! Wir legen unserer heutigen Betrachtung folgende bekannte Talmudschule zu Grunde: כפה, עליהם ההר כגיגית ואמר אם תקבלו ״ את התורה מוטב ואם לאו פה קבורתכםGott.bog den Berg (Sinai) über Israel wie ein Becken und sprach: ״Nehmet ihr an die Thorah — gut; wo nicht, findet ihr hier euer Grab . . ." I. Es ist, m. A., die größte Verunglimpfung, die häßlichste Entstellung des Judenthums, diese lichte, vom Strahl der Gottheit umstoffene Religion, als Feindin jedweden Fortschritts', als Tyrannin der Zeit, als Hemmschuh menschlicher Entwickelung und Vervollkommnung darzustellen. Das heißt wahrlich der Sonne Licht und Wärme, der Muttererde die ihr innewohnende, nie versiegende Kraft des Wachsthums absprechen! Denn wie die Sonne das Licht, die Erde Wachsthum, so trägt und faßt das Judenthum den Alles weckenden und belebenden Geist des Fortschritts in sich, so strahlt das Judenthum das Prinzip allmäliger Entwickelung und Vervollkommnung der Menschheit durch die Zeit aus sich ... . "מפני מה, fragen unsere alten Lehrer, לא נאמרו עשרת ״ ההכרות כתהילת התורהWarum beginnt denn nicht die Thorah gleich mit den zehn Geboten?" Warum lautet das erste Wort der Thorah nicht ״Ich bin der Ewige, dein Gott!" Braucht die Thorah erst zu schildern und zu erzählen, wie sich die Verhältnisse der Menschheit im Verlaufe der Zeit gebildet und gestaltet! wie sich Alles — von Abraham bis Moscheh — mit der Zeit entwickelt und entfaltet; warum ruft die Thorah nicht ohne alle Umschweife und Umstände ihr Machtwort in die Welt hinaus ״Ich bin der Ewige, dein Gott", und du Mensch mußt daran glauben, und du Sterblicher darfst daran nicht zweifeln? Die wahrhaft weise, dem Judenthum zur Ehre gereichende Antwort lautet: לכל זמן - ועת ״ י לכל הפץ יזמן היה שתנתן תירה לישראלAlles braucht Zeit, Nichts zur Unzeit, und auch die Thorah, das Judenthum, wartete, bis gekommen die rechte Zeit," d. h. die Verhältnisse und Zustände der Menschheit mußten erst bis zu einem gewissen Grade vorgeschritten, die Erfahrung und Einsicht derselben bis zu einem gewissen Grade gediehen sein, ehe Gott die Zeit für reif erkannt, sich

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