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Israelitisches Predigt-Magazin · 1876-03-01 · 6-7 (3.1876) März-April · p. Seite 209

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
2 (1875-1876)
Issue
6-7 (3.1876) März-April
Date
1876-03-01
Page
Seite 209 (sequence 53)
Language
German
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209 & er seinem ׳ - Die Last lottern, das Askeln des < e unendliche ׳ l befällt ihn, len, hilslos, v die Merk- ' luchtsvoll zu! Wnmm hat, i' stand. Wie wenn Gott - nuß unserer :! Geh', o . nalters, und ' : ״Abraham ich reich an . und Abrasse. Denket as Licht der ' Dunkel uns , Verlust des : ns der Tod, chen möchte, f Ldern rollen \ s noch nicht; vom Leben j, Erwartung, j, z führt uns i nd heil dei herwandeln! \ dessen Geist ix sind ver- Haltet undז der Mensch \ in die Welt^ setzen zur Plage der Menschen, der leidenden sowohl, als auch der sie umgebenden. Geh und lerne von Jsak: יצחק תבע יסוריו של ותכד\2 עיניו מראות. Jsak erbat sich von Gott körperliches Leiden denn Gott sendet sie bald als seine strafenden, bald als seine prüsenden Engel, und Heil denen, die zwar gebeugt, aber nicht gebrochen unter der Züchtigung Gottes werden, die durch Schmerzen und Leiden ihre Seele läutern, adeln und bessern! Ein anderes Räthsel. Gott gab also das Greisenalter in seiner unendlichen Güte, auf daß sich der Mensch mit dem Gedanken an den Tod befreunde und sich auf ihn vorbereite. Warum tritt aber der Tod nicht immer als natürliche Folge der Altersschwäche ein, warum verlischt unser Lebenslicht alsdann nicht plötzlich, schmerzlos? Warum sind wir, ehe wir von hinnen scheiden. Tage, oft Jahre lang an's Krankenbett gefesselt? Geh', und lerne von Jacob: יעקב ״ תבע חולה של ויגד ליוסף הנה אביך חלהJakob erbat sich von Gott die letzte Krankheit, nicht seinetwegen, sondern seiner Kinder halber. Denn wohl dient das Greisenalter dazu, unr den Greis selbst sanft in ein besseres Jenseits zu führen, aber betäubend wäre für die Hinterbliebenen der Schlag, wenn man das geliebte Familien- Haupt heute zwar schwach, aber gesund und kräftig noch wüßte und man dasselbe morgen schon zu Grabe tragen müßte. Also auch hierin erblicken wir Gottes Weisheit und Allgüte. Auf dem Todtenbette gewinnt der Kranke Zeit und Ruhe, den letzten Willen seinen Kindern kund zu thun, und dort sammelt er sich, überdenkt sein ganzes Leben, reinigt und säubert seine Seele, die hinaufsteigt, um Rechenschaft abzulegen vor dem Richter droben, dem Heiligen, gelobt sei Er! Und darum sprechen wir mit David: ״Preisen wollen wir dich jetzt und immerdar." In tiefer Demuth beugen wir unser Haupt vor deiner Weisheit, denn gütig bist du gegen alle deine Geschöpfe und erbarnmngsvoll gegen alle Werke deiner Hände. Bauend und vertrauend auf deine unendliche Güte wollen wir leben und streben, bis du uns abrusest und uns einsammelst, dort, wohin uns unsere theuren Dahingeschiedenen vorangegangen, für deren Seelenheil wir jetzt zu dir beten. Jiskor!

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