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Israelitisches Predigt-Magazin · 1876-03-01 · 6-7 (3.1876) März-April · p. Seite 203

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
2 (1875-1876)
Issue
6-7 (3.1876) März-April
Date
1876-03-01
Page
Seite 203 (sequence 47)
Language
German
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203 tauben, den wben!volley, uns barüber Äönig David לא י verstau: meine Augen ) der sie die j' kleidet, die! sowie durch m jüdischen j den rechten lchen Helsen. 1e einen 3e: \ les Dasein?! den Todten :?W* י•»»«••״ אף u vwi den schon : st wohl das! e nicht mehr \ kann. Ha: \ die Hände, 5 ib zu jeder * jt aus der ■ eper in eine Gesellschaft : en, nützlich i:; Leiche un- . r schädlich ■ , lasterhaft genannt? I rnzes Thun 1 die Luft llnd solche!en herumaus daß er die verpestete Lust in ihrer Nähe nicht auch einathme und selbst verderbt werde. Denn ihr Thun und Lassen ist böse, ihre Gedanken sind aus List und Trug gerichtet, jeder Hauch ihres bösen Mundes trägt Verderben und Unheil in die Welt — fürwahr! David hatte Recht: לא המתים יחללו יה Diese lebendigen Todten könneu Gott nicht preisen, Gott nicht wohlgefällig sein. Ein zweiter Tobte. Ein Mann schreitet durch die Gassen. Spuren rauher Arbeit tragen seine Hände; seine hohlliegenden Augen und schlaffen Gesichtszüge verrathell aber die Qualen des Hungers und Durstes: er ist ein Armer. Und der weise Volksmund öffnet sich zum Spruche: ״ עני חשב כמתDer Arme ist dem Todten gleich geachtet". Und auch das ist ein wahres Wort. So wie der Mensch die Nähe des todten Körpers und jede Berührurrg mit ihm fliehet, so flieht oft der Bessergestellte die Nähe des Armen und Elenden, verschließt ihn: die Thüren seines Hauses, zieht Schranken zwischen sich und ihm, meidet seine Gesellschaft, seinen Umgang. Es besteht demnach auch eine gar große Aehnlichkeit zwischen den: Armen und Todten. Beide werden gemieden, Beide werden von den lebendigen Gliedern der Menschheit mb- und ausgeschlossen. Ferne sei es nun von uns, diesen! Absondern und Ausscheiden einer höchst bedauernswerthen, menschlichen Klasse das Wort zu reden; immerhin verdammenswesth ist es, so sich Manche darum für bevorzugt halten, weil ihnen das blinde Schicksal günstiger war, als ihren Mit- und Nebenmenschen. Aber auch das ist verwerflich, wenn sich die Armen und Unglücklichen stets in Klagen über Gottes Ungerechtigkeit ergehen, wenn sie stets mit neidischen! Auge hinauf- und nien!als hinabblicken, wenn ihre Frömmigkeit keine wahre und reine ist, wenn man in den Wohnhäusern der Annen so oft schelten und fluchen, sich und Andern das Leben verwünschen hört. — fürwahr! Auch im Hinblick auf diese Menschenklasse hat David Recht: לא המתים ״ יהללו יהDiese Todten preisen nicht Gott!" Ein dritter Todte. Wir treten in ein Krankenzimmer. מי שחלה ימים או שנים נקריא מת Ruhelos wälzt sich auf ihrem Lager die hagere Kumrnergestalt, krümmt sich in Schmerzen, vergehet in Leiden. Draußen wechseln Sommer und Winter, Sonnenschein und Regen — in's einsame Gemach der hinsiechenden Kranken dringen keine freundliche Sonnenstrahlen; draußen rennen und jagen die Menschen ihren alltäglichen Beschäftigungen nach, folgen

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