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Israelitisches Predigt-Magazin · 1876-03-01 · 6-7 (3.1876) März-April · p. Seite 201

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
2 (1875-1876)
Issue
6-7 (3.1876) März-April
Date
1876-03-01
Page
Seite 201 (sequence 45)
Language
German
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%t A allen j )er läßt auch | und Freiheit, f e auf unfern | l befruchtend, |;erungen und I ter gewesen? I Unb darum [ um bangt es i ׳er Heil, mir ' gen in euch, neuen Wir- Ahnen nicht an die Men-׳' an das rechte' beglückt: aue, nimmer לא הסתים י ואנחנו נ:רך lcht die hinab-!n Gort preisen 110,16-18•) Hallelgebete neine Lippen Aebete inne. Zweifel auf Zweifel thürmen sich mir bis zu schwindelnder Höhe empor, und schaudernd blicke ich in einen Abgrund, dessen Tiefen jeden Sterblichen mit Grausen erfüllen. Wie? Leben denn unsere Todten nicht ein neues Leben, nachdem wir ihren staubentsprosfenen Körper zur ewigen Ruhe getragen? Giebt es kein Jenseits, wo die Guten aus der Hand des gerechten Schöpfers dankend den Lohn für ein gottgefälliges Erdenleben entgegeunehmen? Ist der Glaube an die Unsterblichkeit unserer Seele, an eine Vergeltung nach dem Tode, der mit uns heranwuchs, in unser Fleisch und Blut überging, der ein Theil unseres Lebens ist, ״ הבילeitel Nichts?" Hat der Prophet Ezechiel uns trügerische Gaukelbilder entworfen, als er uns im Symbole lehrte, daß auch die Todten aufleben? Haben Propheten, Dichter, Sänger, Weise, Gelehrte und Denker aller Völker gelogen oder etwa sich selbst betrogen? Soll fast die ganze Menschheit von einem blinden Wahne befangen sein und nur das winzige Häuflein der Ungläubigen die Wahrheit gefunden haben? Wozu Frömmigkeit, wozu Gerechtigkeit, wozu Redlichkeit, wozu Menschenliebe, wozu alle Tugenden, wenn ״ כמקרה הכסיל גם אני יקרניThor und Weiser, Tugend- und Lasterhafter einem Schicksale unterworfen sein sollen?" Und klingt es nicht wie bitterer Hohn, wenn der König David beginnt: ״Nicht die Todten preisen Gott," weil sie ihn nach dem Tode überhaupt nicht mehr preisen können, und dann uns auffordert: ״Wir aber sollen Gott preisen!" Wozu sollten wir es thun, wenn auch wir hinabsinken in die Gruft, um nimmer zu sein? So, m. Gel., schlingen sich die Zweifel zu einem unauflöslichen Knoten, wenn wir unfern Gedanken beim Lesen jenes Hallel-Verses freien Lauf lassen, und fürwahr es thäte gar sehr noth, den Geist des längst entschlafenen königlichen Sängers David heraufzubeschwören, auf daß er uns seiner Worte Sinn deute. Denn nicht dem eben angedeuteten Sinn seiner Worte entsprach sein Leben. Er, von dem es heißt (Berachot 10 a) ״daß er in fünf Welten wohnte und in jeder Gott zum Preis und Ruhme Lieder anstimmte," er, der Verfolgte, der Leidende, der Duldende, der in jeglicher Gefahr zu Gott emporblickte und sprach ״ בידך אפקיד רוהיHerr! in deine Hand empfehle ich meinen Geist," er, der ganz Gottvertrauen und Liebe war, er, der in dem herrlichen 16. Psalm gesungen: כי לא ״ תעזוב נפשי לשאול לא תתן חסדך לראות! שחתDu überlässest meine Seele nicht der Gruft, giebst deine Frommen nicht ewigem

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