Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 2 (1875-1876)
- Issue
- 6-7 (3.1876) März-April
- Date
- 1876-03-01
- Page
- Seite 200 (sequence 44)
- Language
- German
- Belongs to
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200 naht? Der Gott, der auf des Zephyrs Flügeln einherfährt in allen Landen und aus der Verwesung neues Leben schaffet, der läßt auch deinen Geist neu erstehen, und du lebst fort in Licht und Freiheit. Du zweifelst, kaltes Herz? Leben sie nicht alle heute auf unfern Lippen, in unfern Herzen, wirkt nicht ihr Geist noch befruchtend, die für uns gelebt und gestrebt, für die Menschheit gerungen und geendet haben? Gedenkst du nicht dessen, der dir Vater gewesen? Lebt sie nicht in dir, vor dir, die Mutter du genannt? Und darum scheiden wir auch vertrauensvoll von dem Peffach, darum bangt es uns nicht, wenn Theure uns verlaßen: ״Gott ist unser Heil, wir vertrauen und fürchten nicht!" ופנית בבקר והלכת לאהליך So werde es Morgen in euch, m. a. Br. u. Schw., und gehet froh euren Zelten, dem neuen Wirfett entgegen, gehet mit den Gedanken an ihn, der die Ahnen nicht verlassen und in Ewigkeit waltet; mit den Gedanken an die Menschenwürde, die in der Liebe gipfelt, mit den Gedanken an das rechte Leben in Haus und Gesellschaft; gehet froh und rufet beglückt: ״Siehe, Du, o Herr, bist mein Heil, Dir vertraue, nimmer fürchte ich, bleib ewiglich mein Sieg und Sang." Amen! VIII. Eine Todtenfeier-Predigt von Dr. Julius Klein, Rabbiner in Szigetvar. T-rt:לא המתים יהללו יה ולא כל ירדי דומה ואנחנו נברך יה מעתה ועד עולם הללויה: ״Nicht die Tobten preisen Gott, auch nicht die hinabsteigen in die Gruft; wir aber wollen Gott preisen jetzt und immerdar. Hallelujah." (Ps. 115,16—18. ) So oft ich, m. A., an Fest- und Feiertagen im Hallelgebetc bis zu der Stelle לא המתים וכוי gelange, schließen sich meine Lippen unwillkürlich, meine Zunge erstarret, ich halte im Gebete inne