Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 2 (1875-1876)
- Issue
- 6-7 (3.1876) März-April
- Date
- 1876-03-01
- Page
- Seite 169 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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iligthum Wg uufe: redigt, das >as Juden-׳ ist eine chen wagen!klein eigen-׳ ne ist viel.- sie überall imer giebt, erscheinen Heiligthülthum ver- >t auf un׳ noch imfrevelnder sere Seele!es Men-׳ nur, und id ist, der am unuch's Lejt irgend izes Volk, Sehen noch entch kaum!ise, Heirfurchts- Menschen, und in unstillbarer Sehnsucht sucht die Seele das Heiligthum, in welches sie sich gleichsam mit dem voller! Strom ihrer Liebe ergießen kann. Und wahrlich, eine trostlose Oede wäre uns das Leben, als eine Wüstenwanderung würde es uns erscheinen, wenn nicht die Heiligthümer, die wir in unserem Herzen hegen, es verklären würden, wenn Nichts im Stande wäre, uns über die kahle, flache Ebene des alltäglichen Lebens zu erheben, wenn es nicht auch Höhepunkte gäbe, von denen aus sich noch eine andere Aussicht auf unser Dasein uns eröffnet. Wir müßten dann mit Kohelet wieder ausrufen: ״Was hat der Mensch für all sein Thun und für das Dichten seines Herzens, womit er sich abmüht unter der Sonne? כי כל ימיו מכאוכים ״ וכעם ענינוDenn alle seine Tage sie sind Schmerzen und sein Treiben Qual". Nein, es muß eine Stätte für den Menschen geben, wohin des Lebens Noth und Mühe zu dringen nicht vermag. Das ist die Stätte, die wir in unserer Seele als ein Heiligthum bewahren. II Allein, m. A., so unwiderstehlich auch der Drang des Menschenherzens nach dem Heiligthume ist, es giebt verschiedene Wege, die zum Heiligthume führen, und noch mehr der Wege giebt es, die abführen von dem wahren Heiligthume. Und nur zu oft schon sind die Menschen, indem sie dem Dünkel ihres Herzens nachgegangen, auf Irrwege gerathen, sie haben, anstatt dem Heiligthum sich zu nähern, sich von demselben weit entfernt. Die Blätter der Geschichte, sie geben an unzähligen Stellen Kunde von den traurigen Verirrungen, in die die Menschen gerathen sind, wenn sie mit unlauterem Sinne das Heiligthum erstrebt. Wie manche blühende Lebenskraft ist frühzeitig dahingewelkt, wie oft hat der Todeskeim sich in das Volksgemüth gesenkt, weil Nebelgebilde den Geist umnachtet und ihn auf Wege geleitet hatten, die von Giftpflanzen überwuchert waren, von deren tödtlichem Hauche die Völker sich berauschten! Die Gotteslehre erhebt daher, indem sie den rechten Aeg zum Heiligthum uns weisen will, zuerst warnend ihre Stimme und ruft uns zu: ״Laßt Euch nicht täuschen von den Truggestalten, die Eure Phantasie hervorgebracht und erblicket keine Heiligthümer da, wo menschliche Eitelkeit ihr eigen Werk an die Stelle Gottes setzen will." ״Machet Euch keine Götzen, und Schnitz- und Stand-