Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 2 (1875-1876)
- Issue
- 6-7 (3.1876) März-April
- Date
- 1876-03-01
- Page
- Seite 160 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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160 nisserr leben"; giebt ihnen Gott Freiheit, dann rufen sie wieder ״Ribbono 66b61 olam“ Wie können wir Sabbath halten, die Speisel'M u gesetze beobachten, uns von den Völkern absondern, wenn wir eine p &u solche Stellung im Leben, in der menschlichen Gesellschaft einj'Btf nehmen!" Welche Undankbarkeit! Welcher Mangel an Erkenntlichptel keit! Der heutige Wochenabschnitt mit seinen Fest- und Feiertagen soll uns vor dieser Untugend bewahren, soll uitä Dankbarkeit gegen I Gott lehren. Der Inhalt unseres Wochenabschnittes gipfelt in den Worten: ״ ושמחתם לפני ח" >!לחיםםFreuet Euch vor dem Ewi- Zmö gen, Eurem Gotte! Wenn ihr euch freut, Israeliten, Ursache I M habet, euch zu freuen, dann vergesset Desjenigen nicht, der alle I Freude, alles Glück spendet und giebt, freut euch vor eurem Gotte, seid dankbar und erkenntlich — und Dankbarkeit ■ und Erkenntlichkeit bilde den Gegenstand unserer heutigen Be- I über trachtung. I an« 1 m 1 1 ft Nichts in der Welt, m. F., ist kränkellder, verletzender, als I Äe wenn Jemand alle möglichen Mittel aufbietet, Ml irgend ein bestim- I m tes Ziel zu erreichen, und die angewandten Mittel gerade das Gej erg gentheil von dem bewirken, was ursprünglich beabsichtigt worden I rii ist, wenll diese Mittel, anstatt das gesteckte Ziel zu fördern und zu! 80 beschleunigen, dasselbe vereiteln und zu nichte machen. Wenn ein I A Vater alle möglicheir Opfer für seine Kinder bringt, alle ihre Wün- ] ft sche zu erfüllen sucht, es ihnen an Nichts fehlen uub mangeln läßt, 1 G damit sie sich sorglos und ungestört ihrer Entwickelung und Aus- ] ß bildung widmen und zu tüchtigen, würdigen Menschen heranwachsen, ] ei und die Kinder diese Sorglosigkeit und Bequenllichkeit, diese Fülle I r! und diesen Ueberfluß, mit Einem Worte, diese reichen Mittel, die 1 s ihnen der Vater bietet, dazu mißbrauchen, um sich zuerst dem Mü- I f ßiggang und der Lässigkeit, dann der Sünde und dem Verderben 1 t .hinzugeben, und so die gebotenen Mittel gerade das Gegentheil von I 1 dem bewirken, was der Vater ursprünglich beabsichtigt, dann füllt I : sich das Herz mit Schmerz, die Seele mit Kummer ob der Enttäu- I schling nach langem Hoffen, ob der Erfolglosigkeit nach langem ß Mühen. I (Hose« 2, 11) ״ כסף הרביתי לה וזהב עשו לבעלIch habe I meinen Kindern, sagt der unglückliche Vater dann, Mes geboten. 1