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Israelitisches Predigt-Magazin · 1876-01-01 · 4-5 (1.1876) Januar-Februar · p. Seite 128

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
2 (1875-1876)
Issue
4-5 (1.1876) Januar-Februar
Date
1876-01-01
Page
Seite 128 (sequence 32)
Language
German
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128 sen den Blick, daß wir erkennen ״ כי תחת יופיden Schandfleö an der Schönheit Stelle", wie unter der glänzenden HM sich birgt Unheil und Tod — dann gilt es zu schärfen das Ohr, daß aus den rauschenden Tönen der Lust wir hervor es vernehmen: וטמא טמא יקרא wie es uns zuruft: ״Unrein, unrein!" So wir aber solches sehen, solches hören, müssen wir nachhandeln dem Befehle des Gottesbuches כל ימי אשר הנגע בו יטמא ,טמא הוא כרד־ ״ ישב מחוץ למחנה מושבוAlle Tage, da der Schaden an ihm ist, soll er unrein sein — unrein ist er, einsam soll er, weilen außerhalb des Lagers sei sein Aufenthalt." Dann heißt es spotten aller Weltklugheit und offen bekennen den Ewigen. Entfernt Euch von den Zelten der sittlich Kranken — meidet sie, bis sie erkannt und geheilet ihren Schaden haben! Wie aber, m. A.! bewahren wir uns, daß wir nicht entwickeln in uns selbst solcher Krankheit Keime — daß wir nicht erzeugen und mehren dieses Aussatzes Pest? Auch hier schreibt die Gotteslehre unser Verhalten vor. Außer den Opfern fordert sie, daß auf den vom Aussatze Geheilten gespendet werde vom מיב חייב, vom Wasser des Lebens — gespendet werde, indem man eintauchet in dieses Wasser: ״ עץ ארז ושני תולעת וארבCederholz, Polaatfaden und Mop!" ״ המתגאה כארז ישפיל עצמו כאזוב ותולעתWer sich überhoben der Ceder gleich, erniedrige sich selbst dem Mop und dem Polaatwurm gleich." In Demuth und Bescheidenheit erquicke er sich am Wasser des Lebens — am Quelle der Gotteslehre, und Gesundheit ist sein Theil. ואל זח אביט אל עני ונכי רוח וחרר על חברי ״Gnädig schaue ich, verheißt der Ewige hernieder auf den Bescherdenen uub Demüthigen, der meines Wortes beflissen ist". Pflegen wir in uns diese Tugenden, wahren wir uns Bescheidenheit in unferm Denken, in unserm Gebühren, in unserm Auftreten, in unserer Kleidung und in unfern Häusern! — Außen und innen, dem Scheine wie dem Wesen nach, bescheiden — dann sind wir sicher, daß frei wir bleiben von all' diesen Lastern, von all' diesen Strafen — daß Gott Erhörung spendet unserm Flehn: מכל פשעי הצילני חרפת נבל אל תשימני ״Von all meinen Vergehungen rette mich, die Schmach des Thoren — des Hochmuths leidenvolles Gebrechen — laß mich nicht erdulden!" Amen! >

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