Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 2 (1875-1876)
- Issue
- 4-5 (1.1876) Januar-Februar
- Date
- 1876-01-01
- Page
- Seite 127 (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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127 Welche ki Der Lebens lleidung. Wen? auch den der Zwietracht im Gemeindeleben, im Zusammenleben! M. Th.! Nennen allein können wir die Hauptarten dieser Schäden. Denn um sie und ihre Wirkungen auszumalen, dazu bedürfte es einer Reihe von Tagen. אל תאמימו ברע ׳אל תבטחו באלוף ,נשכבת ״ חיקך שמד פתחי פיןזTraut keinem Genossen, verlaffet euch nicht auf den vertrauten Freund, vor deiner Gattin selbst wahre die Pforten deines Mundes." (Micha 7, 5.) כי בן מנבל אב , בת קמה באמה ׳ כלה בהמתה ,איבי איש ״ אנשי ביתוDenn der Sohn nennt den Vater einen Thoren, die Tochter steht auf wider ihre Mutter, die Schwiegertochter gegen ihre Schwiegermutter — die Feinde des Menschen sind die Genossen seines Hauses!" Dies ist eine leider allzuoft getreue Schilderung der häuslichen Verhältnisse! Es schwindet durch den Hochmuth, mit dem das jüngere Geschlecht auf das vorhergehende herabzusehen sich gewöhnt, die zärtlich innige, und doch so achtungsvolle Verehrung der Eltern — es schwindet dahin die reine, keusche Gattenliebe — die aufopferungsvolle Kindesliebe! Der Aussatz der Selbstsucht zerstört des Hauses festen Verband. Dahinflieht die Weihe des Familienlebens. An die Stelle der Liebe tritt Berechnung, die Dankbarkeit und Verehrung wird ersetzt durch Beschimpfung und Verstoßung. So wird der Mensch, der sich selbst gemacht hat zum Götzen seiner selbst, erniedrigt durch die vermeinte Erhebung. ״ וישח אדם וישפל איש ואל תשא להבSo wird gebeugt der Mensch, erniedrigt der Mann, und du erhebst sie nicht!" Nicht heilig mehr und nicht geschützt ist die Ehe, ist das Leben, ist das Vermögen des Nächsten! Um sich frißt der Aussatz; hin treibt der Hochmuth in der Laster Abgrund. Die Scheu vor dem Heiligen ist abgestreifet, Nichts hindert mehr, schrankenlos zu gelüsten und zu begehren! M. A.! So ihr um Euch blicket, werdet ihr, wenn nicht in nächster Nähe, so doch aller Orten gar grelle Beweise für diesen durch den Hochmuth herbeigeführten Verfall erhalten. Der Eigendünkel, die Ueberhebung steigert die Selbstsucht, und ihr entstammen alle Verbrechen. Das Erkranken eines Menschen aber auch in sittlicher Beziehung überträgt die Keime der Krankheit auf seine Kleidüng, auf sein Haus, und von dort breitet unaufhaltsam das Uebel sich aus, ins Ungeheuerliche wachsend und anschwellend. Wollen wir uns schützen dagegen? Wohl, m. Th. — dann gilt es zu schär-