Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 2 (1875-1876)
- Issue
- 4-5 (1.1876) Januar-Februar
- Date
- 1876-01-01
- Page
- Seite 102 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/9616701-9617075-9617184--0454-9617190- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
102 ist es beispielsweise ein stehender Brauch geworden, dem Fremdling, welcher unsere Stadt zmn ersten Male betritt, jenen altehrwürdigen Friedenssa-al zu zeigen, der eines flüchtigen Besuches gar wohl werth ist, denn in ihm wurde die Wuth einer dreißigjährigen Kriegsflamme glücklich gelöscht, und eines schöneren Wahrbildes können sich wohl wenige Städte rühme:!. Allein noch einen anderen Friedenssaal umhegt diese Stadt, diese Gemeinde; und das ist der schmucklose Friedenssaal der Lehre, aus dem seit einem halben Jahrhunderte Jugendlehrer ausgesandt werden, um die Leuchte des Friedens kulturstiftend zu tragen in entfernte Gemeinden. Widerstrebend muß ich es sagen, dieser Friedenssaal wird nur selten besucht, außer von lieblosen Urtheilen, von wenig wohlwollenden Bemerkungen. — An verehrten Gräbern habe ich es euch ins Herz gerufen, und ich wiederhole es hier an heiliger Stätte: seinen ganzen Ruhm als Gemeinde verdankt Münster diesem bescheidenen Lehrhause, welches seit fünf Jahrzehenden reichen, vielfältigsten Segen auf seine Umgebung gehäuft hat. Und ihr wißt es recht gut: nicht ihr habt jenen Lehrsaal erschlossen; aus kleinen Anfängen, aus der edeln Ausdauer der unvergeßlichen Stifter, aus dem Wohlwollen zweier Provinzen, aus der bescheidenen Anspruchslosigkeit der Lehrenden, und — ich füge es gerne hinzu — nicht minder auch aus der Anspruchslosigkeit der Lernenden ist hier eine Lichtschöpfung erwachsen — ein קרן קימת — deren Tragweite ihr schon deshalb nicht völlig würdigen könnt, weil ihr viel zu nahe in den Schatten derselben gestellt seid. Die unfreundlichen Tage liegen Gottlob hinter uns, wo der Lehrer als der Hörige der Gesellschaft, als der Helote der jüdischen Gemeinden galt, wo der Israelit einen Heloten brauchte, weil der Druck von oben eine Ausgleichung forderte in dem Drucke nach unten. Das Recht der freien Arbeit hat sich spät zwar, aber gründlich und entschieden auch auf die Geistesarbeit ausgedehnt; und die vielen leerstehenden Schulen können es euch sagen, wie frei und selbstständig euch der Jugendlehrer gegenüber steht, und daß ihr nur um den Preis der Achtung und Anerkennung seiner Dienste froh werden könnet. Daß er nie wieder in die frühere Knechtung verfalle, dazu wird wohl jeder Förderer des Guten, dazu werde auch ich nach Maßgabe meiner Kraft sicher beitragen. So weit wenigstens mein Einfluß reicht, so werden nur solche Gemeinden den Führer und ä (einer @e das Bebei Arbeiten, Mansch jchenliebe Mver MM - V> der Ges den sten Se; Wen i | für euch E erlösche iwtb des | A deiner r sten Ly der Mi! Segne i! Wende! Wert d, ' schwelle, , | söhnuno ': Freund poffnur 1!׳ Bitten, ' m, bi< i!die M