Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 2 (1875-1876)
- Issue
- 3 (12.1875)
- Date
- 1875-12-01
- Page
- [Seite 10] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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74 liches Heidenthum ihm aufzwingen zu wollen. Das ging dem Volke an's Leben, — denn was wäre Israel ohne seine Religion?! —; es griff zum Schwerte, und wie die Löwin um das Junge, kämpfte es um seinen Gott, seinen Glauben, seinen Tempel und seine Freiheit. Und der Sieg war sein! Von der Wahlstatt eilte es in den heiligen Tempel, reinigte ihn von den heidnischen Spuren, und die ״Einweihung" desselben verkündete den Sieg über den bösen Feind. Dieser Siegesgedanke bei den: Feste der Tempelweihe erinnert uns Jahr für Jahr an den bösen Feind und an die nothwendige Bekämpfung desselben; und darum sei das der Gegenstand, der in unserem heutigen Vortrage mit der Hilfe Gottes uns beschäftigen soll. I. efjnw wch bcffra Ne§e C^iT Den bösen Feind, m. a. Z., euch zu nennen, darzustellen, wer er sei, in welchen Gestalten er immer und allenthalben sich zeige, das ist nicht leicht möglich. Seht ihr aber das Gute irgendwo entstehen, das Fromme und Heilige gedeihlich ersprießen, so gewahret ihr anch alsbald ein Hinderniß, das in den Weg tritt, einen Widerstand, der sich darbietet, immer neue Schwierigkeiten, die zu bestegen und zu bekämpfen sind, bis das Gute, das Wahre und das Fromme wie die Sonne aus den Wolken Hervorbrechen kann. Diese Widerstände, diese Hindernisse sind die bösen Feinde, die abzuweisen und zu bekämpfen sind. Und fragt ihr nach den Mitteln; sie sind sehr verschieden, je nach den Orten, nach den Umständen und Zeitverhältniffen. In den Zeiten des Antiochus waren es der würderische Stahl, das bluttriefende Schwert und das Leben der Feinde. Es galt Leben um Leben, rohe Gewalt um rohe Gewalt; das Judenthum führte ja den Kampf ums Dasein, und sollte es nicht selbst p untergehen, mußte es den Feind vernichten. Kühn und bewunde- ^. י״ rungswürdig war der*Entschluß der Juden, groß und heldenmüthig die That und unvergleichlich die Liebe, durch welche ein kleines ׳' Häuflein den Verzweiflungskampf gegen eine gewaltige Uebermachj . unternahm und ihn glücklich zu Ende führte. Den 25. im Monate Kißlew war's; ein denkwürdiger Tag, dem die Tradition schon einen Ehrenplatz einräumt. ״ר חנינה בכ״ה בכם ליו נגמרה מלאכת-^^ de Im WM :*;־לס M Grenze, בעילם Md K ist sein ( das W« Aee zu V Kamps! ׳sya c. 9.) hx Mte der המשכן (Jalkut Kön. c. 184) ״Der 25. Tag im Monate Kißlen hoch, daß die Einweihung der ersten Stätte der Gottesver m ja,