Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 2 (1875-1876)
- Issue
- 3 (12.1875)
- Date
- 1875-12-01
- Page
- [Seite 6] (sequence 6)
- Language
- German
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— 70 — und die Zerstreutheit ihres Sinnes in die geweihten Mauern hineinzutragen. Das reifere Alter wird der Jugend in ehrfurchtsvollem Schweigen ein Beispiel geben, daß das Haus des Herrn nicht zu müßiger Unterhaltung bestimmt sei. In dem Gedanken: ״In das Haus Gottes wallen wir mit Zittern", (Ps. 55, 15) wird Jung und Alt sich würdig und stimmungsvoll an der heiligen Pfvrte begegnen. Ja, m. Z., Licht und immer mehr Licht thut uns Noth von dem Opferherde der Andacht. Aber auch Dauer, Bewährung, Lebenskrast dieses Lichtes fordere ich laut für unser religiöses Weiterleben, für unser neues Synagogenjahr. Der Ruf nach Licht wäre nur eine traurige Halbheit ohne diesen ferneren Ruf nach Däuser im Lichte. Auch die Flamme der edelsten Begeisterung flackert nur wie ein flüchtiges Strohfeuer ihrenl Erlöschen zu, und auf sie folgt nur eine dunklere Nacht, eine viel dichtere Finsterniß — וימש חשך — wenn die Beständigkeit, wentl die Ausdauer fehlt, die da ist die wahre Treue im heiligen Dienste. In nichts erkaltet der Mensch so schnell als in seinen edelsten, seinen feurigsten Regungen; in nichts rächt sich aber auch die Flüchtigkeit der Gesinnungen so schwer als im Gebiete des Heiligen und Großen. Ein beständiges, ein unverlöschbar ewiges Licht war es deshalb, welches der Priester im Heiligthume entzündete; und dreimal in einem Athen: wiederholt unser Text dieses תמיד — dieses wesentliche Lichtprädical der Beständigkeit: :להעלת נר תמיר מערב עד בקר לפני ד." תמיד: יערך את הנרות לפני ה״ תמיד: Und wisset ihr, was das heißt: ein Ner-tamid? — Das ist nicht das irdische Licht, welches verwahrt in silbernen Ampeln sein mattes Strahlenleben in heiliger Einsamkeit fristet; das ächte Ner-tamid, welches allein unter den Schätzen der Religion sein Bürgerrecht geltend macht, das ist der freudige, der unablässige Eifer im heiligen Dienste, das ist die unermüdete Treue gegen Gott und das Göttliche. Diese Treue begnügt sich nicht mit seltenen, feiertäglichen Besuchen im Hause des Herrn; sie wartet nicht auf die ״ ,ימים נוראיםdie furchtbaren Tage", um den Flammentribut ihrer verehrenden Seele ihrem Gotte darzubringen. Nicht in rauschendem Aufzuge, nicht mit vornehmer Herablassung erscheint sie an heiliger Stätte; nein, in dem edeln Gewände der Demuth betritt sie oft und freudig die geweihten Räume, und sie fühlt sich hier wohl und zu Hause! W ein \ schränkt : Mlici | Nerkta [ dem H! ihres i , Met : fl* des gei i ■ Leuchte Ibathruh Wachs so meii Sabba Lebens m Shiftrai genden. allein d Zweifel! sich ein euchtete redenzti ich auf llhrt hc iuheslcit : oanbcru l י \ och in ^ach L chesr lthen, j nd vor