Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 2 (1875-1876)
- Issue
- 3 (12.1875)
- Date
- 1875-12-01
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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69 M zu tmi\\t\\ * m tut uttjeteu Auduchl uub t Gtleuuluij j tiedeuL uub 1 Flmerlichkeit int rot ichwülem Stelle der Tiefe neu haben sich Feuerseele der uzendes Meteor 'ingezogen: wo tstellte Focinen kundigem Eiset ׳rn mit zäher chtfertige Sinn g Gestrüpp W-1 ie Geistesarbeit : t; dort sträubt ¬מ gegen jeglung und Ver- - ׳ ich Licht, nach . l: ein Protest, * rne liegt, und |;sohne immer ilungen, neue jj und Schäden | n dem Lichte t rehMg: das | ätzen unserer | Vergangenheit Einkehr halten, wenn wir mit Ernst daran gehen, das Judenthum von innen heraus zu kräftigen und zu verjüngen. Der edelste von den lichtgebenden Stoffen, die herrliche Frucht des Oelbaums, in ausgesuchter Reinheit für den heiligen Dienst ausgewählt, wird, wie unser Text sagt, durch Zerstoßen gleichsam zerstört, nnd also aus ihr das klare Licht gewonnen, welches Zelt und Altar bestrahlen soll. Sehet hierin einen symbolischen Hinweis aus das wahre Wesen der Andacht und Anbetung. Denn wenn schon die irdische Liebe sich freudig jedes Opfers befleißt und die Hingebung für den geliebten Gegenstand bis zur Selbstvernichtung steigert, um wievielmehr soll erst die Liebe zu Gott in selbstlosester Weihe und Hingebung sich bekunden. Keine Andacht ohne demuthsvolles Aufgehen in den Gotteswillen, keine Liebe zu Gott ohne gottestrunkene Hingebung. An der Pforte des Heiligthums, o Mensch, da laß den irdischen Stolz und die ungezügelte, irdische Begierde zurück; denn hier ist heiliger Boden und das unheilige Feuer der Phrase und des Gewohnheitsdienstes ist seinem reinen Wesen zuwider. In der Haftora des heutigen Festes steht es zu lesen, wie hoch ein demuthsvoller Sinn bei Gott geschätzt ist, so daß er geradezu als das treffendste Bild der Gottesmajestät selber vor uns hingestellt wird: ״Hoch und heilig throne ich, aber auch bei dem Zerknirschten und dem Manne von gebeugtem Gemüthe, um zu beleben den Muth der Tiefgebeugten, zu erfrischet: das Herz der Niedergeschlagenen." (Jesai. 0 7, 15.) Die unvergleichliche Gottesgröße und die fromme Selbsterniedrigung des Erdensohnes begegnen sich bei dem Seher der Vorzeit in einem und demselben Gedankenbilde. ״Die heiligen Geräthe, sagen unsere Weisen (Menachot 29 a) in ihrer deutsamen Bildersprache, wurden in feuriger Gestaltung vom Himmel herniedergebracht, bevor Moses sie aus irdischem Stoffe nachbildete." ארון של אש ושלחן של אש ומנורה של אש ירדו מן השמים וראה משה ועשה כמותן: Ein Leuchter aus himmlischem Feuer gestaltet, welch' ein treffendes Bild für die himmelentzündete Andacht! Eine solche Gottesverehrung, die von den Lichtern des Heiligthums ihr edles Abbild entlehnt, wird aber auch jede profane Störung vermeiden, welche entweihend sich in den Dienst des Heiligen drängt. Sie wird der lebhaften Jugend wehren, den Ungestüm ihrer Jahre