Mannheim
Compact Memory

Israelitisches Predigt-Magazin · 1875-12-01 · 3 (12.1875) · p. [Seite 7]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
2 (1875-1876)
Issue
3 (12.1875)
Date
1875-12-01
Page
[Seite 7] (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/9616701-9617075-9617151--0422-9617158
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

71 e״ ®aiietti chckrchtsvch, H°m nicht jU' "k°ln 3״nte< 15) mi> 3n»ef »m Ah«׳ hrwg, Lenach Licht Mn lls nach Daun mg flackert nur nd aus sie folgt וימש השן - 7 die da iß die seinen edelsten, auch die Wchs Heiligen und Licht war es -!ete; und drei dieses - תמי להעלת גר ת: מער: עד:קו Das ist nicht ln sein mattes t Ner-tamid, ürgerrecht gelr im heiligen dasMiche. chen Besuchen נוו m ״die; verehrenden M AusM, iliger SM; t und freubig rd zu Hause wie ein beglücktes Kind in der Nähe des Vaters. Diese Treue beschränkt sich aber auch nicht auf die Synagoge allein; ihr ist das Göttliche nicht eine seltene Feiertagserquickung, welche dem emsigen Werktage fern bleiben soll; sie trägt den Gott in ihrem Innern aus dem Heiligthume mit sich nach ihrer Wohnung und auf die Wege ihres Berufes und durch ihr ganzes Menschenleben. Allüberall entzündet sie priesterlich das festliche Licht, das wahre Ner-tamid, denn für sie ist der Ruf nach Licht, nach mehr Licht eine Urbedingung des geistigen Lebens. Welches aber von den Festlichtern Israels könnte sich mit der Leuchte der Sabbathfeier vergleichen, mit jener Leuchte, welche unserer Zeit, ach, mit so spärlichem, gedämpftem Glanze leuchtet! Kein neues Geistesleben in Israel ist denkbar, ohne daß die Sabbathruhe wieder zu vollen Ehren komme; und wenn ich einen Zuwachs fordere von dem Lichte der Andacht und Gottesverehrung, so meine ich damit den Festglanz der Sabbathe in erster Linie. Der Sabbatb, m. Z., das ist der erleuchtete Palast in der Wüste des Lebens, von dem ein kindlich frommes Märchen mir den Geist erfüllt. Der Diener eines Königs, so lautet es, unternahm einst im Aufträge seines Herrn eine gefährliche Reise durch unwegsame Gezenden. Muthig durchschritt der Brave die unwirthbare Steppe, allein das Herannahen der Nacht erfüllte seine Seele mit bangen Zweifeln. Wo sollte er Herbergen, wo sollte ihm Labung werden? md vollends, was würde aus der Botschaft seines Fürsten werden, venn er den Gefahren der Wüste zur Beute fiele? — Da begab ich ein seltsames Wunder vor seinen Blicken: ein Palast mit ereuchteten Fenstern empfing den Müden und unsichtbare Geisterhände redenzten ihm das festliche Pilgermahl. Und so begab es sich tägich auf seinem einsamen Pfade; an das Ende einer jeden Tagesahrt hatte sein großmüthiger Herrscher eine glänzend erleuchtete Ruhestätte für den treuen Diener hinverlegt, bis die bange Wüstenlanderung zu glücklichem Ende geführt war. Glaube mir, mein Bruder, dieser Palast leuchtet auch heute och in unvermindertem, festlichem Glanze. Du pilgerst von Ost ach West, du betrittst das Weltgewühl von Paris und London, du fitest den müden Fuß auf dem Trümmerschutte von Rom und then, du weilest verlassen am jugendlichen Gestade ferner Meere: md vor deinem suchenden Blicke erhebt sich auch jetzt noch der

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.