Mannheim
Compact Memory

Israelitisches Predigt-Magazin · 1875-12-01 · 3 (12.1875) · p. [Seite 3]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
2 (1875-1876)
Issue
3 (12.1875)
Date
1875-12-01
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/9616701-9617075-9617151--0418-9617154
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

67 d großartige Gedm Weihe, durch ueswegs vor dm r allem aber ist. hum aus fernerז Ausbeute sich geerloschen; allein: hat Gottlob die verlassen. Undj aß es gleichsm^ M Seele, einen! e, lebenspendende! >ast an unseren^ >m den sabbath-' oder ob es un- ־ Heldenruhme er-1 e mit mystischem! veranschaulicht, gt Israel seine >ie der wachsame pte befestigt und chwindet, so beer reichsten Eren Schacht seimden Strahlen- Geschichten zu )t das Emblem 1t und leuchtet cht die kahlen ße Farbenhülle, rzehrt sich die ug und Gottesreuen Empßninze; und wo mcht, da wird sicher diese Regung mit mir getheilt. Je ärmer und anspruchsloser eine Synagoge gegen die Außenwelt sich abhebt, desto beredter und lauterer wird — wenigstens nach meinem Gefühl — ihre seelenvolle Lichtersprache an diesem heiligen Tage vernommen. Die großen Synagogenpaläste der Haupt- und Weltstädte sind auf diesen bescheidenen Schmuck freilich nicht mehr ausschließlich angewiesen. Allein je länger mein Auge auf diesem Lichtschmucke verweilt, desto weniger vermag ich ein Gefühl der Unbefriedigtheit zurückzudrängen. In der That, ich vermisse etwas Wesentliches, etwas Unentbehrliches in der Glanzwelle, die unsere Bethäuser bestrahlt; die Kerzen, die hier flammen, gemahnen mich schmerzlich an solche, die hier flammen sollten; von der physischen, der irdischen Lichtquelle irrt mein Auge nicht selten vergeblich suchend nach dem geistigen Lichtstrahle, welchem jene nur als vergängliches Sinnbild dient. Des Lichtes aber, m. Z., kann man nie und nimmer > zuviel, ja kaum genug haben. Darum weniger Wachs und mehr Licht wünsche ich mir für unsere gottesdienstlichen Räume und Einrichtungen. Denn was ist irdisches Licht ohne geistigen Lichtquell? Was nützt ein Lichtmeer von allen lichtgebenden Körpern und Stoffen der Welt ohne die geistige, die ideale Urquelle, woraus alle höheren Erscheinungen der Welt Leben saugen? Ein Ruf nach Licht sei deshalb der Gegenstand meines heutigen Vortrages. Licht, mehr Licht fordert mein Mund im bewegten Mahnrufe für eure weite Zukunft; Licht ist das Segenswort, in dem sich meine heißesten Wünsche für eure Wohlfahrt zusammen- )rängen. Meinen Hinweis aber auf die große Lichtlücke, welche der oeobachtende Blick im jüdischen Volksleben gewahrt, mein Andringen ruf eine ausgiebige Mehrung dieses lebenspendenden Stoffes: alles neses stütze ich auf die Schriftworte, die wir Levit. 24, 2—4 lesen: ״Befiehl den Kindern Israel, daß sie Dir reines Oel von gestoßenen Oliven bringen zur Beleuchtung, um ein beständiges Licht zu entzünden. Außerhalb des Vorhanges, am Zeugnisse, im Stistszelte soll Aaron es zurecht machen, vom Abend bis zum Morgen, beständig zu brennen vor dem Ewigen; eine ewige Satzung für euere Geschlechter. Auf dem reinen Leuchter soll er die Lampen zurecht machen, beständig vor dem Ewigen." Anknüpfend an diese Textesworte soll mein Vortrag das drin-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.