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Israelitisches Predigt-Magazin · 1875-11-01 · 2 (11.1875) · p. Seite 55

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
2 (1875-1876)
Issue
2 (11.1875)
Date
1875-11-01
Page
Seite 55 (sequence 23)
Language
German
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55 kKtllgk. :ttin. : 1. Könige 8, 61.: bin getrost unb| lg ist 34 der. so möget ihr! Zellen des Heils? A 12, 2-3^ i geht zu Ende, chen Zahreszeit? rd kalte Regenihr Unterhalb-' esttag, damit chauen, welche s Kst des Aus-' ithvollen Gleich-: Namens. Ein so daß er sie i le zum Besuch en schnell, die bt noch einen ir miteinander ischri vor dem )gelaufen sind, >ch einen Tag ) ms sollten lebens thun? — Sie sollten noch einmal das Erlebte durchsprechen, sich erinnern an die geistige Erhebung, die ihnen zu Theil geworden, an die innige Annäherung, die sie gefunden, die Freude, die sie miteinander genossen. Die Pläne, die sie gefaßt, sollten sie noch einmal erwägen, und mit väterlichen Rathschlägen ltnb mütterlichen Ermahnungen werden die Eltern sie entlassen. Nach diesem Bilde wollen wir diesen Tag des Schlußsestes benutzen, auf die Feiertage zurückblicken, auf die Worte hören, die der himmlische Vater zum Abschiede uns zuruft. Und diese Mahnung finden wir in der heutigen Haftorah (1. Kön. 8, 61). Sie lautet: והיה לבבכם שלם עם דא׳ ללכת ״ בהקו ולשמור טצורויו כיום הזהEuer Herz gehöre ganz Gott an, daß ihr wandelt in seinen Satzungen und seine Gebote beobachtet wie an diesem Tage." Daß Gott der Eine und Unveränderliche ist in dem Ernste des Neujahrsfestes, in der Zerknirschung des י"כ, in der Freude des Hüttenfestes, das haben wir an den Festtagen erwogen; so ruft uns nun das Schlußfest beim Abschied zu: Euer Herz gehöre ganz Gott, diesem eurem ewigen, unveränderlichen Vater, Richter, Freudenspender an. Diese Mahnung laßt uns erwägen und beherzigen, und wir wollen anknüpfen an die Weise, wie unser Fest in der Vorzeit, im Tempel zu Jerusalem, gefeiert wurde. I. Als das Heiligthum noch stand, da fand am Suckoth im Tempel שמחת בית ד,שואבה statt, das Schöpfen des Wassers, welches auf den Altar gegossen wurde, um dabei, wie wir noch heute thun, um Regen und Fruchtbarkeit zu beten. Der Vorabend und die Nacht waren hoher Lust geweiht; so daß die Ueberlieferung sagt: ״wer nicht die Freude des Wasserschöpfens gesehen, hat nie Freude gesehen." Freilich war es eine echt israelitische Freudigkeit in Zucht und Ehren, ganz Gott geweiht, himmelweit verschieden von weltlicher, heidnischer Lustbarkeit, die so leicht in Ausgelassenheit und Zuchtlosigkeit übergeht und Kopf und Herz wüst und öde läßt, wenn der Taumel vergangen, der Rausch verflogen ist. Gewattig hochragende, goldene Leuchter standen auf dem Tempelberge, verbreiteten nebst zahllosen Fackeln und Kerzen ihr Licht über die sestlich geschmückte Stadt und verwandelten Nacht in Tag. Die Leütenchöre standen auf den fünfzehn zur obersten Tempelhöhe führen-

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