Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 2 (1875-1876)
- Issue
- 2 (11.1875)
- Date
- 1875-11-01
- Page
- Seite 41 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/9616701-9617075-9617118--0391-9617127- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
41 1m M nicht eine!! 'ährt? Hub wo »n reinen unb : Versöhnung nicht i ׳nbern auch ein ' 'arm muß die; kann aber doch Pdarum ruft וחנות אח :: and ich erbarme!r will Dir auch der Diese Deines ^!!e, o Israelit, er ist nicht blos rechtigkeit, er iß er sich nicht bevon dem Wohl-׳;.t und nicht von Gebete an ihn ׳ Allem zu ihm es an Deinem זה סימן לתפל כ. DerSteme Andacht, der das Gebet und mit Zuversicht gilt es zu bemache das Geer Hilfe Men,; kröne, müssen erbaut, Her unsere Wünsche unerfüllt bleiben sollten; denn das Bewußtsein, 'daß Gott Alle begnadigt, daß er sich Aller erbarmt, die seine Gnade und sein Erbarmen verdienen, dieses Bewußtsein darf uns nie und nimmer verlassen, es nruß uns Zeit unseres Lebens leiten und begleiten. M. A.! Kehren wir doch den Blick nach innen, aber richten wir ihn auch auf das Gefüge des großen Ganzen und lassen wir uns doch in unserem Denken und Fühlen, in unserem Schaffen und Wirken leiten von den Worten R Akiba's: הכל צפוי והרשות נתונה וכם1כ ״ העולם כדון, והכל לפי רוב המעשהAlles ist vorhergesehen, dem Menschen ist die freie Wahl gegeben, Gott in seiner Güte richtet die Welt zu ihrem Wohle, und von dem, was überwiegend ist, in dem Thatbestand, hängt das Ganze ab." Diese Worte wollen wir heute hier beherzigen und hernach draußen im Leben bethätigen, dann werden wir nicht blos am Versöhnungstage, dann werden wir das ganze Jahr hindurch die Welt als das Werk eines gütigen Gottes staunend betrachten, dann werden wir als freie, gottähnliche Menschen die Sünde als das einzige Bose meiden. Dann werden wir Befriedigung in der Arbeit und Trost im Gebete finden, dann werden wir nicht blos heute, sondern alle Tage des Jahres Frieden haben, dann werden wir hochbeglückt sein durch den Frieden im Herzen, durch der! Frieden irn Hause, durch den Frieden in der Gemeinde dann werden wir begnadet sein durch den wahren Gottessrieden l A m e n. II. Das Zusammenleben u. Zusammenstreben. Aredigt am Küttenfeste. Von Oberrabbiner Vr. Horowitz in Crefeld. Festlich versammelte Brüder! Einst standen in diesen Tagen, aber auf einem andern Boden und unter einem andern Himmmelsstriche, unter andern Verhältnissen und mit andern Gefühlen unsere Vorfahren um einen Mann geschaart, der für seine Zeit die Bedeutung eines Moses gewonnen hatte, und lauschten auf die Worte, die er ihnen aus der heil. Schrift vorlas, und die wie mit Zauber- Israelitisches Predigt-Magazin. November 1875. 3 *