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Israelitisches Predigt-Magazin · 1875-11-01 · 2 (11.1875) · p. Seite 40

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
2 (1875-1876)
Issue
2 (11.1875)
Date
1875-11-01
Page
Seite 40 (sequence 8)
Language
German
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*m&m1׳״-;1 — 40 — schaft zurück in die Tiefen getragen zu werden, wenn sie nicht einen Hafen erreicht, der ihr Schutz und Sicherheit gewährt? Und wo fände unsere Seele mehr Schutz und Sicherheit als im reinen und lautern Gebet?! Darum, m. A., ist die jüdische Versöhnung nicht allein eine That, die wir zu Stande gebracht, sondern auch ein Ergebniß göttlicher Gnade, göttlichen Erbarmens, darum muß die Sündentilgung wohl von uns Menschen ausgehen, kann aber doch nur durch den Einig-Einzigen zum Abschlüsse gelangen, darum ruft uns Gott durch den Mund seines Friedensboten zu: וחנ1רד ארז ״ אשר אחון וכרich begnadige, wen ich begnadige, und ich erbarme mich, wessen ich mich erbarme." Und dieser Ruf, er will Dir auch eine Antwort sein auf die Gebete, die Dil heute aus der Tiefe Deines Herzens zu den Himmelshöhen emporsendest, denn wisse, o Israelit, Dein Gott ist nicht blos der Schöpfer alles Guten, er ist nicht blos die Quelle aller Liebe, er ist auch ein Herr der Gerechtigkeit, er ist auch ein heiliger Gott, und in seiner Heiligkeit läßt er sich nicht bestechen, nicht von der Wärme Deiner Gefühle, nicht von dem Wohlklänge Deiner Worte, nicht von Deiner Beredtsamkeit und nicht von Deiner Gemüthsfülle, deshalb sollst Dil Dich im Gebete an ihn wenden, nicht blos, daß er Dir Deine Herzenswünsche erfülle, daß er Dir Deine Bitten gewähre, fonbern Du sollst vor Allem zu ihm beten, weil Du die erlösende Kraft des!einen Gebetes an Deinem Herzen, an Deinem Geiste erproben willst. זה סימן לתפלה אם כיון אדם לבו לתפלה יהא מובטח שתפלתו נשמעת . Der Stempel des lautern Gebetes, lehren unsere Alten, ist die Andacht, der das Beten Selbstzweck ist, und wer beim Beten nur das Gebet und keine Bitte, keinen Wunsch im Auge hat, der kann mit Zuversicht auf Erhörung rechnen." Und heute mehr beim je gilt es zu beherzigen den Spruch der Väter: ״Wenn Du betest, mache das Gebet nicht zu einer Sache des Herkommens, sondern zur Sache der Herzensinnigkeit und der Gnade und Barmherzigkeit vor Gott." Wohl sind wir nur schwache Menschen, wohl bedürfen wir der Hilfe von oben in gar hohem Grade, wohl müssen wir Gott anflehen, daß er unser Mühen segne, daß er unsere Arbeit mit Erfolg kröne, daß er in Noch und Leid uns beistehe, aber nichtsdestoweniger müssen unsere Worte getragen sein von einer Jnbrunnst, die uns erbaut, und begleitet von einer Andacht, die uns erleuchtet, von einer Herzensinnigkeit, die uns auch dann befriedigt und beruhigt, wenn unsere T x

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