Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 2 (1875-1876)
- Issue
- 2 (11.1875)
- Date
- 1875-11-01
- Page
- Seite 38 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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38 ״Sehet, wie viel Bitteres ist in meiner Welt, dies Alles versteht' Ihr gar vortrefflich süß zu machen, und den Hang zum Bösen, die; Begierde sollet Ihr nicht zu Eurem Wohl und Besten verwerthen' tonnen?" Ja, m. A., jede Sünde trügt den Keim einer Tugend'׳ in sich, jede unserer Schwäche!: kann in einen Vorzug verwandelt ׳ werden, so wir uns nur die nöthige Kraft aneignen, unsere Be-; gierden und Leidenschaften wieder in jenes Gebiet einzudämmen, das . gleich bei der Schöpfung ihnen eingeräumt wurde. Und wer diese ׳ Kraft besitzt, wer sie heute bethätigt, der, m. A., braucht nicht zu; erröthen vor seinen: Gotte, denn der hat, wie unsere Alten sich ausdrücken, seinen Antheil an der Schöpfermacht des Ewigen. ישוב אדם ועושה תשובה אפילו יש בידו עונות הרבה נעשו לו זכיות ״mag der Mensch von noch so viele!: Sünden, von noch so vielen Gebrechen behaftet sein, sobald er Unikehr macht, verwandelt er sie alle in Tugenden und Verdienste. Diese Kraft, die Dich befähigt, zu Dir, zu Deinem wahren Meuschenthum zurückzukehren, diese Kraft, die Dich das Böse in sein Gegentheil verwandeln läßt, diese schöpferische Kraft ist es, durch die Du heute das Gnadenwort vernimmst: ״ich rufe vor Dir beim Namen Gottes", Du fühlst Dich in der Nähe Deines Schöpfers, und weil Du in Deiner eigenen Brust ertönen hörst das Wort der Versöhnung, deshalb wird sie Dir das, wovon der Prophet sagt: ״Ihr sauget und sättiget Euch an der Brust ihres Trostes, auf daß ihr euch labet an der Fülle ihrer Herrlichkeit." Sehet, m. A., darin eben besteht das eigenthümliche Wesen der jüdischen Versöhnung, daß sie, ausgerüstet mit schöpferischer Macht, diese auf uns selbst überträgt, daß sie sich an jeden eiugelnen Jsraeliten wendet mit den Worten: ״ וקראתי בשם ה' לפניךich rufe vor Dir dein: 'Namen Gottes", und dieser Gott, er macht Dich nicht für die Sünden Dei::er Ahnen verantwortlich, er vererbt auch nicht Deine Sünde auf Deine Nachkommen; dieser Gott, er fordert keine Sühne und kein Menschenopfer von Dir, er verlangt auch nicht, daß Du für andere Dich opferst, dieser Gott, der heute alle seine Güte an Drittem Angesicht vorüberziehen läßt, er fordert nur eines von Dir, das, was Du als Mensch selbst von Dir fordern mußt: Deine Sündhaftigkeit in den Dienst Deiner Menschenwürde und Gottähnlichkeit zu stellen, dann bist Du sündensrei, dann bist Du rein vor Dir und Deinem Gotte. Der Versöhnungstag verlangt von Euch, Israeliten, eine That der Gerechtigkeil, er sord Arderi über u der Ri Seele l iil dadiese T!!har C! gnädige, erbarme sie auf geboren vollende! gesunden über die reißt sie und laute er an eir glaubt, i! | «nportra tyt der ’ Mlchr! Migi. in dir U die Arie Achn, den r der Vch sie de MB T