Mannheim
Compact Memory

Israelitisches Predigt-Magazin · 1875-11-01 · 2 (11.1875) · p. Seite 37

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
2 (1875-1876)
Issue
2 (11.1875)
Date
1875-11-01
Page
Seite 37 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/9616701-9617075-9617118--0387-9617123
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

verschwinden mß Mitte Israels ״rus geschützt sein die Erde nichts ״as sich regt und doch bereits zum te und Edle für diob auszurufen: >ler bösen, sinstern ischauung, sie hat ue, in der wir mseln föuntet, so die Ueberzeugung »sende Kraft selbst wenn an nichts an ihre eigene aus unsere Zeit ועתה אנחנו 2; preisen wirM- :ml üben, denn t", oder können 1 vergrößert die zu dienen und l, und daß wir ״? (Maleachi.) Mund, aber sie aber sie hören הלא זה צום (. n, das ich verje: es nicht die daß Ar w gelangten, wie ein Faßen und 1, daß wir es;tage nicht blos inen Geist von dann, in- Ä-, Massen, gut sei, dann würden wir dessen eingedenk bleiben, daß die Sünde allein die Quelle ist aller Uebel und Leiden, dann würden wir lebensfroh ' und lebensfreudig sein, dann würden wir es durch unser Schaffen und Wirken, durch unser eigenes Leben bekunden, daß wir heute j die Herrlichkeit Gottes geschaut, daß er alle seine Güte hat vor- { überziehen lassen an unserem Allgesicht. II. ״ וקראתי בשם ה׳ לפניךIch rufe vor Dir beim Namen Gottes." M. A.! Die Versöhnung läßt heute die Allgüte des Ewigen an unserem Allgesicht vorüberziehen, nicht allein dadurch, daß sie unsere Seele von ihrer Schuldenlast befreit, sondern vielmehr, indem sie uns die Ueberzeugung beibringt, daß voll Gott dem Herrn nur Gutes ausgehe, daß feine Güte die ganze Welt erfüllt, und daß das Böse, das Uebel und Alles, was lücht gut ist, einzig und allein der Sünde elltstalmne. Aber wie, so werdet Ihr wohl fragen, hat lücht derselbe Gott, welcher den Hang zunl Guten in unser Herz gepflanzt, auch den Trieb zum Bösen uns eingeimpst? Ist es denn nicht in unserer mellschlichen Natur begründet, daß wir sündigen müssen, da wir doch von Sündhaftigkeit behaftet aus der Hand unseres Schöpfers hervorgegangen sind, und sind wir dann nicht genöthigt, das Gute und das Böse auf einen und denselben Urquell zurückzuführen? Sicherlich hat die Sünde von! Hause aus im Plane der Schöpfung gelegen, ganz gewiß ist die Sündhaftigkeit uns angeboren, aber, m. A., diese Sünde und Sündhaftigkeit, sie sind von vornherein in den dienst des Guten und der Tugend gestellt worden, unsere Fehler und Schwächen, sie hatten feinen andern Zweck, als unsere Vorzüge zu fördern, unsere Gottähnlichkeit zu beleuchten, denn sie sollten blos der Boden fein, aus welchem nur Gutes und Edles hervorsprieße und enlporblühe במלכות יצה״ט נולד רשותו שיל ״ יצה״רDie engbegrenzte Macht des bösen Triebes, sie lnuß unter der Königsgewalt des guten und edlen Triebes stehen", lehren unsere Alten, und wenn die Israeliten sich auf den Schriftvers berufen, der da lautet: ״Das Schaffen des Menschenherzens ist böse von seiner Jugend an", wenn sie zu Gott sagen: ״Du hast es so geheißen, wer konnte nun Deinem Befehl zuwider ben bösen Trieb in einen guten verwandeln", so erhalten sie die Antwort: ומד,מרים שבראתי אותן אתה ממתיקן לצרכך יצה״ר המסור בידך עאכוו״ב

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.