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Israelitisches Predigt-Magazin · 1875-10-01 · 1 (10.1875) · p. [Seite 24]

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
2 (1875-1876)
Issue
1 (10.1875)
Date
1875-10-01
Page
[Seite 24] (sequence 24)
Language
German
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— 24 — Kraft, die alle Bahnen zeichnet und bestimmt, und Alles muß nach ihrem Willen das unverrückbare Gebot הר, ולא יעבו״ beachten. Darum, m. Theuren, kennt Israel nicht einen besonderen Gott, der über den Künsten waltet, nicht einen besonderen Gott, der die tiefe Weisheit der Wissenschaft ausströmen läßt, nicht einen besonderen Gott, der die Familie schützt, nicht einen besonderen Gott, der die Geschicke der Völker lenkt, nicht einen Gott für das Leben und eilten für das Bethaus, nicht einen Gott für die Sünde und einen für die Tugend. ״ אנכי אנכי הואIch bin es, ich, ein und derselbe." Das ist, was unsere Lehrer zu dem vom Sinai schallenden אנכי אנכי ה׳ אלהיך שלא ליתן פתחון פה לאומות העולם לומר שתי רשויות הן hinzufügen. ״Ich bin der Ewige, Dein Gott", um nicht Anlaß zu der Meinung der Vöker zu geben, daß zwei Gewalten vor- Händen wären." Wenn aber nur ein Gesetz im ganzen Weltall waltet, so ist jede Sünde Verletzung dieses Gesetzes, jede Vergehung ein Ungehorsam gegen den Einzigen, dessen Wille allein Bestand hat. Darum kannst Du nirgends hinfliehen, wenn Du gesündigt, um dieser einen Macht zu entrinnen; stiegst Du den Himmel hinan oder die Tiefen hinab, Du fändest immer wieder den Einen. Wer kann nun die Sünde, die ein Abfall von Gott ist, tilgen? Wer kann Dir die Bergeslast Deines Gewissens erleichtern, unter der Du zusammenzusinken fürchtest? Etwa ein Staubgeborner, der selbst der Sohn sündiger Gedanken ist, der vor dem Straucheln nicht geschützt und vor dem Fallen nicht gesichert; hat er das Gesetz aus eigner Brust geschaffen, daß er seine Verletzung minder auslösche? Und wo willst Du da die Löschung Deiner Sünde suchen? Bei dem Baume, bei der Quelle, bei dem Berge, bei dem Thals, bei der Sonne, den Gestirnen? O, sie müssen selbst dem Weltenherrn gehorchen, und ihre Werke und ihre Bahnen sind sein Gesetz. Darum, m. Theuren, die Sünde, die ein Abfall ist vom Gottesgesetze, sie kann Gott allein nur tilgen. ״ אנכי אנכי הוא מוחה פשעיךNur ich, nur ich bin es, der Deine Untreue auslöscht." Nicht löscht Gott aus das Unrecht, das Du Deinem Nächsten angethan. So Dein Bruder mit Recht sich sehnt nach einem Heller, den Du ihm geraubt, so Dein Bruder noch nicht beruhigt um einer Miene, mit der Du ihn unverdient gekränkt, so Dein Bruder noch sich grämt ob des bösen Namens, den Du bei Fremden ihm unverschuldet gegeben, so glaube nicht, daß Gott dies Unrecht tilgt. Wenn Du den Bruder ganz versöhnt

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