Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 2 (1875-1876)
- Issue
- 1 (10.1875)
- Date
- 1875-10-01
- Page
- [Seite 13] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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13 damit die Satz-! 1Ö^tben und Lei- I gossen, damit sich - ׳ sie sind , nh edlere Trieb den Lehren die- 'ser Herz, bis sie Wurzel saßen in as unserer Seele. Neujahrstag uns ie Mahnung, zu oserer Schwäche, Nähe zu weilen, Heils anbrechen,!rophetenwort; כל כלי יוצר עליך ל \ )ede Waffe gegen l e, die gegen Dich der Gottesdiener lmen. S lltlh ir mit Bangigkeit he; - der Rosch mit meisterhaft, erföiitternb zum! als Annraßung en, wo wir mit iiren, nur lau- ■ anschaulich, wie M, vermag kein Sterblicher darzustellen, so sinnig und innig, so erschütternd und ergreifend wie die Schofartöne die Geschichte Israels erzählen, vermag kein Staubgeborener sie zu erzählen. Der Schofar! Ist er nicht das trefflichste Symbol, ein unvergleichliches Sinnbild Israels! Ist nicht Israel der Schofar, durch den Gott seine Wahrheit der ganzen Menschheit verkündet! Nicht Israel die Posaune, durch die Gott weithintönend seinen Namen in die Welt Hinausrust! Nicht Israel das Sprachrohr, durch das Gott von Glauben und Religion, von Tugend und Sittlichkeit zur ganzen Menschheit spricht! Vor Jahrtausenden, m. A., da sprach Gott zu Israel: ״Und Ihr sollt mir sein ein Reich von Priestern und ein heiliges Volk (2. B. M. 19. 6), durch Euch soll mein Namen inmitten der Menschheit verkündet, meine Wahrheit inmitten der Völker verbreitet werden, so seit denn Ihr — durch alle Zeiten und Geschlechter — die geweihte Posaune, ואדני־ ה" בשופר יתקע (Secharja 9. 14), ״und ich werde in diese Posaune stoßen", auf daß nach alle Menschen — alle Völker und Nationen — hören und vernehmen. Das ist der Beruf, die Aufgabe Israels! Und wenn der ״ יום הדץder Tag des Gerichts," heute vor uns tritt und uns zuruft: ״Israeliten! Beim Anblick des^Schofars seit eingedenk Eures Berufes, denn der Schofar das sei^-Jhr, und der in die Posaune stößt, das ist Go.tt, und der auf den Posaunenschall hört, das ist die ganze Menschheit, seit daher eingedenk Eurer Pflicht, seit ein Reich von Priestern und ein heiliges Volk." Ist das m. A. nicht die rechte und echte, die schönste und erhabenste Darstellung des jüdischen Berufes, der jüdischen Mission! Der Schofar — und die Schofartöne! Wer kann die dreitausendjährige Geschichte Israels mit vier Zügen so wundervoll zeichnerl, mit vier Worten so unvergleichlich erzählen, wie dies die Schofartöne thun! Der Schofartöne, m. F., giebt's vier, sie heißen ׳תקיעה ׳שברים ■תרועה ׳תקיעה גדולה der erste Ton "תקיעה" bezeichr.et sprachlich den Ton der Freude, וביום שםחתכם 4) ובמועדיכם ותקעתם. B. M. 10. 10). ״An Euren Freudentagen und Festen u. s. w. sollt ihr mit Trompeten blasen," also der Ton der Freude, aber der Freude, die, wie תקיעה, kurz ist und nicht lange währt, denn bald darauf folgen ׳שברים d. i. wie unsere Lehrer sagen קול יללה, der Ton des Schmerzes und der