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Israelitisches Predigt-Magazin · 1875-10-01 · 1 (10.1875) · p. [Seite 12]

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
2 (1875-1876)
Issue
1 (10.1875)
Date
1875-10-01
Page
[Seite 12] (sequence 12)
Language
German
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*X' ז?־; ג■ * &׳ J - — 12 — ׳ mit uns die Lehre als bewährtes Heilmittel diene, damit die Satzungen und Gebote unsere Waffen seien gegen Begierden und Leidenschaften, Gott hat mit Israel einen Bund geschloffen:, damit sich an uns bewähre der Spruch ׳צדיקים יצר הטוב שפטן sie sind wahrhaft Fromme, denn bei ihnen übt der bessere und edlere Trieb seine richterliche Gewalt. Lasset uns darum m. A. den Lehren dieser Schofartöne lauschen, bis sie eindringtzn in unser Herz, bis sie Wiederklang finden in unserer Brust, damit sie Wurzel fassen in unserem Gemüth, damit sie niemals weichen aus unserer Seele. Lasset uns festhalten an den Gedanken, die der Neujahrstag uns erschlossen, lasset uns beherzigen und bethätigen die Mahnung, zu huldigen unserem Schöpfer, eingedenk zu bleiben unserer Schwäche, und durch die Beobachtung seine Lehre in Gottes Nähe zu weilen, dann m. A. wird uns ein Jahr des Segens und Heils anbrechen, dann! wird an uns zur Wahrheit werden das Prophetenwort כל כלי יוצר עליך לא יצלה וכל לשון תקום אתך למשפט תרשיעי ״ •זאת נחלת עכדי ה׳ וצדקתם מאתי נאום ד־,׳Jede Waffe gegen Dich geschmiedet richtet nichts aus, xutb jede Zunge, die gegen Dich auftritt, sprichst Du schuldig. Dies ist der Antheil der Gottesdiener und ihr Verdienst von mir, spricht der Ewige." Amen. Hl. Der Scholar. predigt am Wosch haschanatz von Rabbiner Dr. Kohn in Jnorvraclaw. Ich gestehe es Euch, m. A., daß ich heute nur mit Bangigkeit und Beklommenheit an die Lösung meiner Aufgabe gehe; — der Rosch haschanah mit seinem Schofar, er spricht so beredt und meisterhaft, so hinreißend und überwältigend, so ergreifend und erschütternd zum Menschen, daß es gleichsam als Unbescheidenheit, ja als Anmaßung gelten könnte, da reden und sprechen zu wollen, wo wir mit geschlossenen Lippen, mit verhaltenem Athem nur hören, nur lauschen sollten. So klar und lebendig, so licht und anschaulich, wie der Schofar den Beruf, die Mission Israels darstellt, vermag kein

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