Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 3 (1877)
- Issue
- 4 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 326 (sequence 74)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/9616701-9617072-9616988--1092-9617062- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
326 Jsak empfing die Gattin in der neuen Heimath, da er מבוא באר לחי ראי׳ וישב״־עם באר לחי ראי »kam vom Quell Lachaj Roi — das Ehepaar wohnte bei dem Quell Lachaj Roi!' Ein eigenartiger Quell, m. Th., von dem die Schrift sagt, daß nicht an ihm, sondern mit ihm die Gatten wohnten — der Quell zu dem Lebenden, der mich sieht! Die fromme Sage läßt an diesem Quell schwinden allen Stolz und alle Ueberhebungen, sie will, daß au diesem Quell deutlich wird die Gotteshilfe der Bescheidenheit und Demuth! Glücklich die Gatten, deren treuer Gefährte dieser Quell ist, der hinwegspült alles Hemmende und Trennende, dessen Wellen rauschen und murmeln in wundersamen Melodien die Erinnerung an all das Glück, das sie einander bereitet, das sie einander erhoffen und erstreben! Und dieser Quell, m. Th., hier ist er bei Ihnen, von ihm her gelangen Sie in die neue Heimath des Ehelebens, es ist der Quell zum ewig Lebenden, der auf jedes seiner Geschöpfe schaut, es ist — der Born der Religion! In Gott und in seinem Glauben ruhet die Festigkeit allen Erdenglückes, ruhet auch Ihr Eheglück. Lassen Sie nimmer versiegen in Ihrem Hause diesen Quell, — dann werden seine Wasser Sie allezeit laben und erfrischen, dann wird Gottes Auge allezeit offen sein in Huld über dem Bunde Ihrer Herzen, ihn zu schützen und zu schirmen, ihm Dauer zu verleihen und beglückende Kraft! Denn Gott und sein Glaube ist Ihren Eltern der schirmende Talisman des Glückes gewesen von Jsak her. Nicht gewichen ist seine Kraft! So weihen Sie denn vor ihm, in ihm heut und immerdar einander alles Fühlen Ihrer Herzen, all Ihr Sein und Wesen im heiligsten Lebensbunde! Amen. XIV Gedtichtnißrede auf einen Stifter von WolMätigkeitsanstatten. Gehalten zu Breslau von Dr. A. Leivin, Rabb. in Koschmin. ״Glücklicher preise ich die Todten, die zur Ruhe eingegangen sind, als die Lebenden, welche noch leben." Andächtig Versamnielte! Diese Worte des weisen Königs, sie widersprechen all dem, was wir zu denken, was wir zu thun gewohnt süld. Da feiern wir freudig die Tage, an