Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 3 (1877)
- Issue
- 4 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 316 (sequence 64)
- Language
- German
- Belongs to
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316 wie es theuerer und willkommener für das Judenthum, das damit verherrlicht wird, nicht gedacht werden kann, denn theuerer als ein Kidusch-Haschem ist nichts dem Juden. Da. die köstliche Festgabe von berufener Seite verbreitet werden wird, so wird sich gewiß eine große Anzahl auch der hiesigen Gemeindemitglieder beeilen, dieses Kleinod zu verschaffen und Gott danken, der die Zeiten hat ändern lassen für das Haus Israel. Diese, wie wir zuversichtlich hoffen, nicht blos von wenigen Einzelnen für wenige Einzelne, sondern allgemein anbrechende, veränderte Zeit erwecket in uns das richtige Versiändniß für einen Satz der alten Lehrer. Sie sagen: ויזרה לו השמש וכי לו לבד זרחה והלא לכל העולם כולו זרחה ״Dem Jacob, heißt es in der heil. Schrift, ging die Sonne wieder aus," ״ging sie denn nur ihm allein, und nicht auch der ganzen Welt aus, allein שמש שבא בעבורו׳ זרהה עבורו die Sonne, die seinetwegen unterging, ging auch seinetwegen aus." Die Soune der Humanität und Gerechtigkeit, die solange für Israel, lediglich weil es Israel gewesen, als untergegangen galt, wird wieder für Israel, trotzdem daß es, ja nur wenn es Israel bleibt, seiner Geschichtsvergangenheit treu, seines Berufes sich kräftig bewußt, demgemäß als Gotteskämpfer sich bewährt, von neuem ausgehen und שמש צדקה die Sonne dieser Humanität ומרפה בכנפיה wird Heil einhertragen auf ihren Fittigen. Dieses Heil, den Chanuckalichtern entsprechend, stets an Zahl zunehmend, möge wachsen, gedeihen, sich vertiefen, sich verallgemeinern mehr und mehr, für und für! Amen!