Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 3 (1877)
- Issue
- 4 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 315 (sequence 63)
- Language
- German
- Belongs to
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315 das Kriegssymbol, das Eisen sich nicht' nahen, die aus des Friedensfürsten Ahron stammenden Priester sollen Wissensbeförderer und als solche nur Friedensengel sein. (Maleachi 2. 7), und das Königsideall kann nur als אבי עד׳ שר שלוב gedacht werden, d. h. als solcher der ״Bentespender" ist dadurch, daß er ein ״Friedenssürst" ist. Das mild strahlende Licht nicht das grelle, blendende, — wohlthätige Glaubenswärme nicht verzehrendes Feuer soll auch Israel verbreiten, wenn anders es ein ״Gotteskämpfer", ein נר עולב, ein ״Weltlicht" werden will. Friedlich wirken, nicht mit lärmendein Gepolter seine Stimme erheben לא יצער, ולאי ישא ובי ר,ולו, (Jes. 53), nicht das geknickte Robr zerbrechen, d. h. nirgends mit Gewalt austreten, nichts mit Gemalt durchsetzen wollen, dafür aber ,״ ופשתה כהד. לא יבבנרden glimmenden Docht nicht verlöschen lassen", so zu sagen, der Studirlampe nie die Oelnahrung fehlen lassen, dann hat es seinen wahrhaften Beruf erfaßt, ׳der darin gipfelt: ״ לאמת יוציא משפטיan's Tageslicht der Wahrheit §11 fördern Recht, Gerechtigkeit und Liebe." An dieser Licht- und Humanitätsarbeit nehmen Gottlob von Zeit zu Zeit hie und da auch nicbtjüdische Männer von Kops und Herz Antheil. Nicht mehr braucht Jacob im A ll g e m e i n e n dem Schutzgeist Esau den Borwurf zu machen, ״bist denn du ein Dieb oder ein Mürfelspieler, daß du dich vor dem Tagesanbruch der Humanitütszeit fürchtest." So mancher edle ״Lichtsäer" kündigt sich uns durch die ausgestreute Lichtsaat seiner Humanitären Gesinnung und Wahrheitsliebe als einen Friedensboten an, der da seine Forschungsresultate aussendet לומר שירה um dem Gott Israels Hymnen anzustimmen, und dem israel. Volke die lange vorenthaltene Anerkennung zuzusprechen. Als ein solch' tüchtiger, gesinnungsedler und charaktergroßer Forscher nichtjüdischen Glaubensbekenntnisses, veroient von heiliger Stätte aus, genannt und gepriesen zu werden Professor M. I. Schleiden, der vor einigen Wochen in seiner gediegenen Abhandlung ״die Bedeutung der Juden für Erhaltung und Wiederbelebung der Wissenschasten im Mittelalter" uns ein Chanuckaangebinde machte,