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Israelitisches Predigt-Magazin · 1877-01-01 · 4 (1877) · p. Seite 290

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
3 (1877)
Issue
4 (1877)
Date
1877-01-01
Page
Seite 290 (sequence 38)
Language
German
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290 geschwungen hat, ist wahrhaft alt geworden. Mit dem Thoren wächst und altert seine Thorheit nur — wer stumpfen Sinnes in's Leben blickt, hat am Ziele ebensowenig Einsicht erlangt, als beim Ausgang er besessen! בישישים חכמה ואורך ימים ״ תבונהBei den Alten Weisheit — langes Leben Erkenntniß!" Das ist's, wodurch das Alter zur zierenden Krone wird! II. ״Eine Krone des Schmuckes ist das Greisenalter, auf dem Wege der Gerechtigkeit wird sie gefunden." I. A. V.! Erkenntniß, Lebenserfahrung, das bildet die Auszeichnung und Zierde des Alters! Jedoch auch hierbei tritt eine scharfe Scheidung ein. Auch hier wird der Erfolg anders geartet sein, je nachdem äußerlicher oder innerlicher, betrübender oder erfreulicher Art die Lebenserfassung und die Lebenserfahrung sich gestaltet hat. מפני ארבע דברים הזקנה קופצת על האדם מפני היראה, מפני המלחמות׳ מפני אשר, רעה׳ ומפני כעם בנים da zeiget zuerst das Alter sich, geistig gleich wie körperlich geartet. Frühzeitig, ja vorzeitig haben des Lebens Stürme gebrochen des Lebens Kraft, Trübsinn und Bitterkeit aufgezehrt die Lebensfreuden nnd die Lebensfreudigkeit. Matt und welk wanket hin zum Grabe der Vielgeprüfte, dem nur Furcht und Kampf war des Lebens Inhalt, dem des Elends Quell geworden das Eheleben u. das Elternglück. Ja, m. Th.! Wem das Leben nicht Freude, sondern Schrecken, nicht Hoffnung, sondern Angst erwecket hat, der wird bedrängt vom Alter, nicht von ihn: geschmücket. Nehmen wir hinzu des Unheils zweite Ursache ״wegen der Kämpfe", da wird's leicht erklärlich uns, weßhalb unsere Zeit besonders so reich ist an jugendlichen Greisen — an Menschen, die in des Lebens Mittag des Lebens satt und müde sind geworden, die entkräftet an Körper und Geist dahinsiechen — denen das Alter allein ein Schwinden und ein Kranken und nimmer des Lebens Glanz und Höhepunkt sich fühlbar macht. Ein steter Kampf — ein stetes Fürchten war das Leben ihnen. Erringen und das Errungene fefthalten, darin ging ihnen auf alles Streben

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