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Israelitisches Predigt-Magazin · 1877-01-01 · 4 (1877) · p. Seite 277

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
3 (1877)
Issue
4 (1877)
Date
1877-01-01
Page
Seite 277 (sequence 25)
Language
German
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277 Denn wäre der Segen Gottes an Abraham nur d e s Umstandes wegen erfolgt, weil er den Jsak zu opfern sich nicht zurückhielt, so hätte dieser unmittelbar an diese Handlung auf das Passendste sich anschließen können! Alles dies erzählt aber die heil. Schrift mit besonderem Vorbedachte. Nothwendigerweise, m. A., behaupten wir, um den weiteren Fortschritt der Erkenntniß, wie er des Geistes Abrahams sich bemächtigte, uns vorzuführen. Nach dem ersten Rufe des Engels, ״erhob Abraham feinen Blick und schauete, wie ein Widder im Gehecke mit seinen Hörnern verwickelt wurde. Abraham ging, nahm den Widder und brachte ihn zum Ganzopser dar, an Stelle seines Sohnes." Diese Fügung Gottes, die es ihm denn doch ermöglichte, ein Ganzopfer an Stelle des Jsak darzubringen, das er seinem Gotte zu schulden glaubte; galt ihm als eine höhere göttliche Weisung, daß von nun ab überhaupt nach göttlichen Willen Thieropfer statt Menschenopfer zu treten haben. Den Ort, auf welchem er zu dieser erhabenen Idee von gottgefälligen Opfer gelangte, nannte er: ה יראה. Im Hinblicke darauf, weil ihm ״auf dem Berge Gott sichtbar wurde" (nämlich sein erhabener hoher Wille)! Nun weil Abraham diesen mit prophetischen Blicke ersehen, rief ihm eine zweite halbverkündende Engelsstimme zu: ״Bei mir habe ich geschworen, ist der Spruch des Ewigen, weil du gethan hast dieses, (weil du meinen Wink verstanden und statt des Sohnes den Widder dargebracht hast) wiewohl du deinen Sohn den Einzigen mir nicht verweigert hast. Ich werde dich segnen.... und es werden sich segnen mit deinen Nachkommen alle Völker der Erde zum Lohne dafür, weil du gehört (v e rstanden) Haft meine Stimme." Du erleuchtetest mit jenem großen, weltbeglückenden Gedanken: ״nur Thieropfer sind Gott wohlgefällig, während Menschenopfer ihm mißfallen" segensreich deine Nachkommen und die ganze Menschheit für die Folgezeit. Du gabst ihnen eine innige Tiefe der Gotteserkenntniß und Heilighaltung des Menschenadels bekundende Lehre, die du auf Moria's Höhen ersaßt.

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